Interview mit Egon Bahr
Christoph Amend
Christoph Amend, Chefredakteur des Zeit-Magazins, hat ein Buch veröffentlicht, in dem er verschiedene Zeitgenossen wie Herbert Grönemeyer, Lena Meyer-Landrut und Jens Spahn interviewt, um herauszufinden, wie es Deutschland geht. Er bezieht sich dabei auf frühere Interviews mit älteren Persönlichkeiten wie Richard von Weizsäcker. Die Rezensentin Hannah Bethke kritisiert das Buch jedoch scharf: Sie findet es redundant, oberflächlich und wenig aufschlussreich. Die Interviewten äußern sich zu wichtigen Themen wie Populismus, Migration oder Globalisierung kaum substanziell, und Amends kumpelhafter Ton mit belanglosen Anekdoten wirke ermüdend. Bethke zieht das Fazit, dass das Buch praktisch keinen Erkenntnisgewinn bietet.
Erwähnungen (1)
„Ich habe vor ein paar Jahren kurz vor dem Tod von Egon Bahr, dem großen Vordenker der Wiedervereinigung, ein Interview mit ihm geführt. Und da hat er mir gesagt, ich habe mir das Zitat gerade noch mal hier rausgesucht. Es ist furchtbar jammervoll, wenn immer mehr Politiker glauben, sich leisten zu können, nationalistisch zu sein. Das passiert, wenn große Ideen fehlen. Europa ist eine große Idee, aber sie wird nicht überzeugend formuliert.“
Im Gespräch über die Bedeutung der EU für europäische Digitalunternehmen wie Zalando zitiert Christoph Amend aus einem seiner letzten Interviews mit dem SPD-Politiker und Architekten der Ostpolitik Egon Bahr. Das Zitat dient als eindringliche Mahnung, dass Frieden und europäische Einheit nicht selbstverständlich sind – eingebettet in die Diskussion über Brexit, Chemnitzer Unruhen und die Frage, ob sich Unternehmer politisch positionieren sollten.
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