Interview / Gastbeitrag Roman Herzog in der Süddeutschen Zeitung (2010)
Roman Herzog
Roman Herzog analysiert für die Süddeutsche Zeitung, wie der Einzug einer fünften Partei in Bundestag und Länderparlamente das deutsche Regierungssystem fundamental verändert hat. Während die Grundgesetz-Vorschriften unverändert blieben, sorgten bis 1980 das Zweieinhalb-Parteien-System (CDU/CSU, SPD, FDP) und das Wahlverhalten der Deutschen für Stabilität und sichere absolute Mehrheiten. Wähler wählten faktisch die Kanzler, nicht nur Abgeordnete, und Regierungswechsel während der Legislaturperiode galten als illegitim. Mit zunehmender Fraktionalisierung schwinden diese informellen Stabilisierungsmechanismen der Volksparteien, weshalb Herzog eine Verfassungsänderung fordert.
Erwähnungen (1)
„Roman Herzog, 2010 in der Süddeutschen Zeitung, zitiere mal: Ich fürchte, wir sehen die Vorboten einer Rentnerdemokratie. Die Älteren werden immer mehr. Alle Parteien nehmen überproportional Rücksicht auf sie. Und das könnte am Ende in die Richtung gehen, dass die Älteren die Jüngeren ausplündern.“
Markus Lanz zitiert den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog aus einem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung von 2010, um seine These zu untermauern, dass die Interessen junger Menschen in der Politik systematisch vernachlässigt werden. Das Zitat dient als Ausgangspunkt für eine längere Diskussion über die demografische Schieflage und die Rentenproblematik.
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