Imperium
Christian Kracht
Eine deutsche Südseeballade In »Imperium« erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt. Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäische...
Erwähnungen (2)
„Ich muss einen kleinen Disclaimer machen. Ich habe tatsächlich bis heute das Buch Imperium von ihm nicht gelesen, die anderen schon. Falls du mir das gleich vorwirfst, dass ich das nicht gelesen habe und deswegen das alles nicht verstehe.“
Weisbrod gibt zu, dass er Imperium als einzigen Kracht-Roman nicht gelesen hat. Mangold erwähnt später, dass nach Erscheinen von Imperium der Spiegel Kracht als 'Türsteher rechten Denkens' bezeichnete, was die kontroverse Rezeptionsgeschichte des Autors verdeutlicht.
„Also vor allen Dingen in dem Roman Imperium wurde das ja massiv versucht, noch sozusagen einen Text über dem Text zu finden und diese Angeln, die er auswirft, dann sozusagen zu verbinden zu einem Metatext, der vielleicht mit gemeint sein könnte.“
Cammann zieht den Vergleich zu Krachts früherem Roman Imperium, bei dem Interpreten besonders intensiv versucht haben, hinter den politischen und kulturellen Signalen einen verborgenen Metatext zu entschlüsseln. Auch in Imperium geht es um einen Zivilisationsaussteiger – ein wiederkehrendes Motiv bei Kracht.
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