Im Keller
Jan Philipp Reemtsma
Jan Philipp Reemtsma, selbst Opfer einer Entführung, wird als Experte zur Opferperspektive in der Strafjustiz herangezogen. Seine umfangreiche Forschung zu Aggression und Gewalt sowie seine Schriften über eigene Opfererfahrungen machen ihn zum wichtigen Zeitzeugen für die Auswirkungen von Straftaten auf Betroffene und deren Rückkehr in die Gesellschaft.
Erwähnungen (3)
„Jan Philipp Reemsma, berühmtes Entführungsopfer, berühmt auch deswegen, weil er danach sehr intensiv über Aggression geforscht hat, weil er unfassbar reflektiert war.“
Reemtsma wird als Experte für die Opferperspektive herangezogen. Sabine Rückert hat ihn zu dem Fall befragt. Er wird zitiert mit der These, dass eine Straftat nicht nur den Täter, sondern auch das Opfer aus der Gesellschaft katapultiert und der Strafprozess das Opfer wieder zurückführen muss. Seine Schriften über die eigene Opfererfahrung und Gewalt werden explizit erwähnt.
„Er hat über diese Entführung dann anschließend ein Buch geschrieben. Und das ist eines der interessantesten und besten Bücher, die es über Kriminalfälle überhaupt gibt. Also ein richtig tolles Buch. Ich habe es jetzt auch in Vorbereitung auf diesen Podcast nochmal gelesen und es ist toll.“
Sabine Rückert stellt Jan Philipp Reemtsmas Buch über seine eigene Entführung als eines der besten Bücher über Kriminalfälle überhaupt vor. Es ist das zentrale Werk der Episode – Reemtsma beschreibt darin seine 33 Tage in Gefangenschaft, die Angst, die absurden Dialoge mit dem Entführer Thomas Drach und seine Befreiung. Der Buchtitel wird später im Gespräch explizit genannt: 'Das Buch heißt Im Keller.'
„Die These des ehemaligen Entführungsopfers Jan Philipp Reemsma, dass die Instrumentalisierung des privaten Rachewunsches zur Verrohung der Gesellschaft führt, wird in diesen Tagen eindrucksvolle Wirklichkeit in Dresden.“
Andreas Sentker liest aus Sabine Rückerts damaligem Artikel über den Prozess vor und zitiert dabei die These von Jan Philipp Reemtsma – selbst Entführungsopfer und Autor – zur Instrumentalisierung von Rachegelüsten durch Medien und Öffentlichkeit. Die These wird als Kommentar zur Vorführung des Angeklagten in Ketten vor den Kameras herangezogen.
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