Il Principe
Niccolò Machiavelli
Machiavellis klassisches Werk zur Machttheorie erörtert, unter welchen Bedingungen ein Herrscher sein Wort brechen darf, um Macht zu bewahren. Der Podcast diskutiert damit, ob Friedrich Merz' Kehrtwende bei der Schuldenbremse machiavellistisch gerechtfertigt sein könnte. Precht argumentiert jedoch, dass der Glaubwürdigkeitsverlust für die Demokratie größer wäre als der politische Gewinn.
Erwähnungen (2)
„Das ist, glaube ich, ein Gedanke, der tendenziell in allen seinen Texten, sowohl im Principa als auch in den Discorsi zu finden ist.“
Münkler verweist auf Machiavellis Hauptwerke als Beleg für dessen politisches Denken über den Umgang mit Gegnern
„Aber ist das sozusagen, um jetzt zu einem anderen großen Philosophen zu kommen, Richard, im Sinne des klugen Machthabers Machiavelli, ist das möglicherweise unter Umständen legitim? Machiavelli, italienischer Philosoph vor 500 Jahren, il Principe. Ich bin darüber gestolpert, weil der unter anderem schreibt, man kann sein Wort brechen und muss sein Wort nicht halten, nämlich dann nicht, wenn das dem Machthaber zum Schaden gereichen würde und wenn die Gründe weggefallen sind, die ihn zu seinem Versprechen verantlasst haben.“
Lanz zitiert Machiavellis 'Il Principe', um die Frage aufzuwerfen, ob Friedrich Merz' Kehrtwende bei der Schuldenbremse machiavellistisch legitim sein könnte. Precht ordnet daraufhin Machiavelli historisch ein und argumentiert, dass Machiavelli Merz nicht verteidigen würde, weil der Glaubwürdigkeitsschaden für die Republik größer sei als der politische Nutzen.
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