Ich werde hier sein im Sonnenlicht und im Schatten
Christian Kracht
Der Krieg der Schweizer. »Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten« ist die literarische Erfindung eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte seit dem 1. Weltkrieg. Eine spannende Reise ans Ende der Nacht ... Es ist das Jahr 1917. Lenin besteigt n i c h t den plombierten Waggon von Zürich nach St. Petersburg. Die russische Revolution findet n i c h t statt. Stattdessen erlebt die Schweiz einen kommunistischen Umsturz, und die Geschichte des 20.
Erwähnungen (2)
„Dann kam raus dieser für mich ja ganz besondere Roman, der kracht so auszeichnet, dass er auch sowas geschrieben hat. Im Sonnenschein und im Schatten. Den du als Vertreter des deutschen Literaturbetriebs Establishments natürlich in deiner Rezension auch ignoriert hast.“
Weisbrod verteidigt sich gegen den Vorwurf, er stehe nur auf Realismus, indem er diesen alternate-history-Roman als seinen besonderen Kracht-Favoriten nennt. Er erzählt, wie eine Frau, in die er verliebt war, ihm nach einer Lesung einen Satz daraus schickte und ihn damit wieder zum Kracht-Fan machte. Mangold räumt ein, dass die Literaturkritik mit fantastischer Literatur Schwierigkeiten hat.
„Ich finde, man findet dieses Modell fast in allen Büchern. Außer in Faserland weniger und eben auch nicht in dem Eurotrash. Aber man findet es genauso im Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten. Und in Imperium findet man es auch.“
Cammann reiht diesen Roman in Krachts wiederkehrendes Thema ein: die Rückabwicklung der kapitalistischen Welt. In diesem Buch wird die Schweiz zu einer Sowjetrepublik – ein weiteres Modell der Zivilisationsflucht, das Cammann als leicht kitschig empfindet.
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