Ich bin dann mal weg
Hape Kerkeling
Juni 2001: Es ist ein nebelverhangener Morgen, als Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster Entertainer und bekennende Couch potato, endgültig seinen inneren Schweinehund besiegt und in Saint-Jean-Pied-de-Port aufbricht. Sechs Wochen liegen vor ihm, allein mit sich und seinem elf Kilo schweren Rucksack: über die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen, durch das Baskenland, Navarra und Rioja bis nach Galicien zum Grab des heiligen Jakob, seit über 1000 Jahren Ziel für Gläubige aus der ganzen Welt...
Erwähnungen (12)
„Er beschreibt das ja sehr toll in seinem Buch auch, wie er dann diese spirituelle Begegnung mit Gott hatte. Und das war ein sehr, sehr wichtiger Moment in seinem Buch“
Julia spricht über die Herausforderung, die spirituelle Dimension aus Kerkelings Buch zu verfilmen, da sie selbst nicht gläubig ist
„Der H.P. Kerkeling hat doch ein Buch geschrieben... Und hat darüber das Buch geschrieben, ich bin dann mal weg. Und hat in diesem Buch den Satz geschrieben, jetzt suche ich erst mal nach mir und dann nach Gott.“
Das Buch wird als Beispiel für die Suche nach sich selbst und nach Gott durch eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg angeführt
„Der H.P. Kerkeling hat doch ein Buch geschrieben, der hatte ja einen schweren Herzanfall und war auch sonst völlig runtergekommen durch seine öffentliche Wirkungskraft. Und hat dann eine Herzattacke bekommen und hat daraufhin eine Wanderung gemacht nach Santiago de Compostela über 700 oder 800 Kilometer. Und hat darüber das Buch geschrieben, ich bin dann mal weg.“
Im Gespräch über heilige Orte als Orte der Selbstfindung bringt Sabine Rückert Kerkelings Jakobsweg-Buch als Beispiel dafür, wie Menschen an heiligen Orten nach sich selbst und nach Gott suchen. Sie zitiert seinen Satz, er suche erst nach sich und dann nach Gott — vielleicht wohne der ja gar nicht so weit weg von ihm.
„Nein, aber er hat ja zum Beispiel dieses Jakobsweg-Ding, dieses Buch, also diese Selbstöffnung und danach auch nochmal das Autobiografische. Das war schon auch schlau und ich glaube, dass er dann am Ende gedacht hat, ja, neben der ganzen Arbeit möchte ich mal, dass die Leute wissen, wer ich bin.“
Jan Böhmermann spricht über Hape Kerkelings Karriereverlauf und dessen kluge Entscheidung, sich nach der reinen Unterhaltungskarriere auch persönlich zu öffnen. Das Jakobsweg-Buch wird als Wendepunkt genannt, an dem Kerkeling begann, den Menschen hinter dem Entertainer zu zeigen.
„Und dementsprechend muss der Erfolg von Ich bin dann mal weg ja wahnsinnig befreiend auch gewesen sein“
Matze spricht über den durchschlagenden Erfolg des Pilgerbuches und dessen Bedeutung für Hape Kerkelings öffentliche Wahrnehmung
„Ich bin quasi mit in den Jakobsweg gelaufen. Und ich bin dann mal weg. Ganz tief berührt hat mich sein zweites Buch.“
Matze Hielscher stellt seinen Gast Hape Kerkeling vor und beschreibt dessen wichtigste Werke. Er bezeichnet 'Ich bin dann mal weg' als prägendes Leseerlebnis, das für ihn einen Bruch in Kerkelings Karriere markiert – vom reinen Entertainer zum Autor, der sein Publikum auch emotional berührt.
„So wie alle auf den Jakobsweg gegangen sind nach seinem Buch. Ich bin dann mal weg.“
Maja Beckers erwähnt Kerkelings früheren Bestseller als Vergleich: So wie damals alle nach der Lektüre auf den Jakobsweg gingen, werde das neue Buch vermutlich viele Deutsche dazu animieren, ihre eigene Familiengeschichte zu erforschen.
„Es sind über fünf Millionen Bücher verkauft worden von Ich bin einmal weg. Die deutschsprachige Ausgabe.“
Jochen Wegner leitet das Thema ein, dass Kerkeling das meistverkaufte Sachbuch überhaupt geschrieben hat. Kerkeling bestätigt über fünf Millionen verkaufte Exemplare allein der deutschsprachigen Ausgabe. Später wird das Buch ausführlich besprochen – Kerkeling pilgerte im Juni 2001, vor dem 11. September, und führte ein Tagebuch. Ein Bibliothekar ordnete es schließlich unter 'Religion' ein, was Kerkeling als treffend empfand.
„Und dementsprechend muss der Erfolg von Ich bin dann mal weg ja wahnsinnig befreiend auch gewesen sein“
Das Buch wird als Wendepunkt in Kerkelings Karriere besprochen, das ihm zeigte, dass das Publikum ihn auch jenseits der Comedy annimmt
„Ich habe wirklich fest damit gerechnet, dass ich ein Nischenprodukt bekomme, da irgendwie auf den Markt werfe, dass das so ein durchschlagender Erfolg wird, dass es wirklich das erfolgreichste Buch nach dem Krieg wird, das war schon präsent.“
Hape Kerkeling spricht über den unerwarteten Mega-Erfolg seines Pilger-Buchs. Er hatte mit einem Nischenprodukt gerechnet, doch es wurde zum erfolgreichsten deutschen Sachbuch der Nachkriegszeit. Matze Hielscher vermutet, der Erfolg sei befreiend gewesen, doch Kerkeling verneint das – der Erfolg habe vielmehr verändert, wie Menschen mit ihm umgingen.
„Ich hab so ein Happy-Kerkeling-Gefühl. Ich will so... Der macht ja auch Ahnenforschung. Ja, aber nicht so eine Grenzerfahrung. Wie denn diese Jakobsweg-Geschichte?“
Jan beschreibt sein Gefühl, aus dem Alltag ausbrechen zu wollen, und vergleicht es mit Hape Kerkelings bekannter Jakobsweg-Reise. Die Anspielung auf die 'Jakobsweg-Geschichte' referenziert Kerkelings Bestseller 'Ich bin dann mal weg', in dem dieser seine Pilgerreise beschreibt. Jan will allerdings keine solche Grenzerfahrung, sondern einfach raus aus seiner Blase.
„Der war noch ganz jung und ist zurückgetreten. Der war eine ganze Weile wirklich weg. Und man hatte das Gefühl, der ist gerade auf dem Weg nach Canossa oder mit H.P. Kerkeling gemeinsam auf dem Weg nach Santiago de Compostela.“
Lanz vergleicht Cem Özdemirs freiwilligen Rückzug nach der Bonusmeilenaffäre mit Hape Kerkelings berühmter Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Die Referenz dient als humorvolle Metapher für Özdemirs langes Untertauchen aus der Öffentlichkeit, das Lanz als vorbildlichen Umgang mit politischen Verfehlungen darstellt.
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