Homo Ludens
Johan Huizinga
Ein grundlegendes Element unserer Kultur ist das Spiel. Der Mensch ist ein Spieler - und ohne seine Lust und Fähigkeit zum Spielen hätten sich ganze Bereiche seiner Kultur nicht entwickelt: die Dichtung, das Recht, die Wissenschaft, die bildende Kunst, die Philosophie und viele andere. Johan Huizinga, der grosse holländische Historiker und Kulturphilosoph, hat in diesem Buch eine Theorie der Kultur entworfen, in der er dem Denker (homo sapiens) und dem Tätigen (homo faber) den Menschen als Spiel...
Erwähnungen (2)
„Wir reden über einen Mann, der ein Spieler ist, Homo Ludens. Dieses Wort wird eine Rolle spielen in einem Gutachten über ihn, das können wir schon vorweg schicken.“
Andreas Sentker charakterisiert Kachelmann als 'Homo Ludens' – den spielenden Menschen – und kündigt an, dass dieser Begriff aus einem forensischen Gutachten über Kachelmann stammt. Der Ausdruck geht auf Johan Huizingas gleichnamiges kulturphilosophisches Werk zurück und wird hier verwendet, um Kachelmanns Umgang mit seinen zahlreichen Beziehungen als eine Art Spiel zu beschreiben.
„Homo ludens, der spielende Mensch. Ja, absolut.“
Im Gespräch über den Ursprung der Sprache diskutieren Lanz und Precht die These, dass Sprache und Musik nicht aus funktionalem Nutzen entstanden sind, sondern aus spielerischer Verspieltheit. Lanz greift das Konzept des 'Homo ludens' auf, das auf Huizingas gleichnamiges Werk zurückgeht, um die Idee zu unterstreichen, dass der spielende Mensch eine zentrale Rolle in der kulturellen Evolution hatte.
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