Herkunft
Saša Stanišić
HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt. HERKUNFT ist ein Buch über ein Dorf, in dem nur noch dreizehn Menschen leben, ein Land, das es heute nicht mehr gibt, eine zersplitterte Familie, die meine ist. Es ist ein Buch über die Frage, was zu mir gehört, ein Selbstporträt mit Ahnen. Und ein Scheitern des Selbstporträts. HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre.
Erwähnungen (5)
„Herkunft von Sascha Sanicic.“
Luisa Neubauer nennt Herkunft von Saša Stanišić als eine ihrer jüngsten Buchempfehlungen, in einer Aufzählung von Büchern, die sie zuletzt begeistert haben.
„Sascha Stanisic. Vor allem ehrlich gesagt, Panda Band. Hätte ich jetzt geraten. Wegen des Kinderbuchs.“
Stanišić wird als geschätzter Autorenkollege genannt, sein Kinderbuch besonders hervorgehoben
„Bezieht er sich tatsächlich auf das Buch von Sascha Stanisic, Herkunft, mit dem Verweis, auch im idyllischen, akademischen Heidelberg gäbe es Rassismus“
Mangold kritisiert Oschmanns Fehllektüre dieses Buches als Beleg für Rassismus in Heidelberg
„Herkunft hat dann den Deutschen Buchpreis bekommen. Das sind alles Geschichten, die ein bisschen da, oder Bücher, Romane, die davon inspiriert sind, dass er aus dem alten Jugoslawien kommt.“
Herkunft wird als das Werk genannt, für das Stanišić den Deutschen Buchpreis erhalten hat. Es wird im Kontext seiner autobiografisch inspirierten Literatur über Migration und die Erfahrung, als Teenager aus Bosnien nach Deutschland gekommen zu sein, erwähnt.
„Ich erwähne jetzt nur das Flanke, auch natürlich Sascha Stanisic und sein Buch Herkunft und die Willkür, das haben ja jetzt auch viele gelesen, dieser Ausländerbehörde, dass du weißt, da sind wir ja wieder, war ja bei ihm auch so, musst du jetzt weg oder der Typ da vor dir entscheidet das.“
Marinić zieht Stanišićs preisgekrönten Roman als Parallelbeispiel heran, um die Willkür der Ausländerbehörden zu illustrieren. Stanišić beschreibt darin ebenfalls, wie Beamte mit ihrem Ermessensspielraum über Bleiben oder Gehen entschieden. Marinić nutzt die Referenz, um zu zeigen, dass ihre persönliche Erfahrung kein Einzelfall war, sondern eine geteilte Realität vieler Eingewanderter.
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