Gleichnis vom verlorenen Sohn
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist eine biblische Erzählung, in der Jesus konventionelles Gerechtigkeitsdenken radikal infrage stellt. Die Geschichte zeigt, wie der Vater dem zurückgekehrten Sohn die gleiche Zuwendung schenkt wie dem treuen Sohn, was traditionellen Vorstellungen von Verdienst und Lohn widerspricht. Diese paradoxe Form der Gerechtigkeit – die nicht leistungsgerecht, sondern gnädig ist – macht das Gleichnis zu einer zentralen theologischen Aussage über bedingungslose Vergebung.
Erwähnungen (1)
„Dass da diese Art von Gerechtigkeitsdenken, von dem Jesus jedes Mal irgendwie massiv anarchisch infrage gestellt wird — haben wir beim verlorenen Sohn auch schon gehabt.“
Johanna Haberer zieht eine Parallele zwischen dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg und dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Beide biblischen Erzählungen stellen konventionelles Gerechtigkeitsdenken radikal infrage, indem derjenige, der weniger geleistet hat, denselben Lohn oder dieselbe Zuwendung erhält.
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