Glanz und Elend der deutschen Kriminalpolizei
Rudolf Augstein
Die 30-teilige Spiegel-Serie von Rudolf Augstein aus dem Jahr 1949 untersucht die deutsche Kriminalpolizei am Beispiel prominenter Fälle, darunter die zweifelhafte Darstellung Bruno Lüttkes als Massenmörder. Die Serie basierte stark auf Informationen des NS-belasteten Bernhard Wehner und trug damit maßgeblich zur Verbreitung eines verzerrten Mythos bei. Sie gilt als die erste True-Crime-Serie der jungen Bundesrepublik und zeigt, wie mediale Berichterstattung Justizirrtümer verfestigen kann.
Erwähnungen (1)
„Und er machte eine große Serie im Spiegel. 30-teilig, unvorstellbar heute. Eine 30-teilige Serie, die ist 1949 erschienen, mit dem Titel Glanz und Elend der deutschen Kriminalpolizei. Und dabei war Arthur Nebe seine Hauptperson.“
Die 30-teilige Spiegel-Serie von Rudolf Augstein aus dem Jahr 1949 wird als zentrale Quelle für die falsche Darstellung Bruno Lüttkes als Massenmörder besprochen. Stefan Lebert beschreibt, wie der NS-belastete Bernhard Wehner als Hauptinformant diente und den Mythos des bestialischen Mörders über Augstein in die Öffentlichkeit trug. Andreas Sentker nennt die Serie die erste True-Crime-Serie der jungen Bundesrepublik — kein rühmliches Beispiel.
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