Gilgamesch-Epos
Der Artikel untersucht das Gilgamesch-Epos als eines der ältesten Beispiele für die universelle Heldenreise in der Literaturgeschichte. Maximilian Probst analysiert, wie dieses babylonische Epos von einem König, der teils Mensch und teils Gott war, ein zeitloses Erzählmuster prägt, das sich über Kulturen hinweg in biblischen und mythologischen Geschichten wiederholt. Der Artikel zeigt auf, wie jahrhundertealte Mythen verschiedener Kulturen und Zeiten ein gemeinsames narratives Grundmuster teilen, obwohl die Menschen, die sie aufschrieben, voneinander nichts wussten.
Erwähnungen (5)
„Oder man beginnt bei der Geschichte vom babylonischen König Gilgamesch, der teils Mensch, teils Gott war und so weiter. Diese jahrhundertealten Mythen wurden zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Kulturen in unterschiedlichen Teilen der Welt aufgeschrieben, von Menschen, die einander nicht kannten.“
Sabine Rückert zitiert aus einem Artikel von Maximilian Probst über die Heldenreise und nennt das Gilgamesch-Epos als eines der ältesten Beispiele für das universelle Muster der Heldenerzählung, neben biblischen Geschichten von Noah, Salomon und Moses.
„Also jetzt haben wir den Simson hier und der gemahnt an eine ganze Menge mesopotamischer, ägyptischer Helden, die alle so von Sonnengöttern kommen. Und Gilgamesch, dieser Held im Ugarit übrigens auch, die haben alle so ein Sonnengesicht und dann sind ihre Haare, stehen dann vom Kopf ab, also die Sonnenstrahlen sind sozusagen Haare.“
Johanna Haberer vergleicht die Simson-Figur mit Gilgamesch und anderen mesopotamischen Helden, die alle mit Sonnengottheiten assoziiert sind. Die Haare, die vom Kopf abstehen, symbolisieren Sonnenstrahlen – eine Verbindung, die auch Simsons Namen ('kleine Sonne') und sein Haargebot erklärt.
„Diese Schwarzwälder Bäuerin würde nicht das Gilgamesch-Epos lesen. Ebenso wenig könnte sie den elitären Hinduismus verstehen. Oder wie vermöchte sie pythagoreische Religionsformen zu studieren?“
Sabine Rückert zitiert aus dem 'Tagebuch der Menschheit', das wiederum Ernst Bloch zitiert. Bloch stellt das Gilgamesch-Epos als Gegenbeispiel zur Bibel dar: Während die Bibel universell verständlich sei, bleibe das Gilgamesch-Epos einer einfachen Bäuerin unzugänglich.
„Das älteste erhaltene literarische Dokument überhaupt, das 4000 Jahre alte Gilgamesch-Epos aus Mesopotamien, erzählt die Wandlung des Gilgamesch-Herrscher über die sumerische Stadt Uruk vom egoistischen Tyrannen zum gütigen, seinem Volk dienenden König.“
Sabine Rückert liest aus einem Artikel von Wolfgang Uchatius vor, der sich mit der Frage beschäftigt, ob der Mensch gut ist. Das Gilgamesch-Epos wird als ältestes erhaltenes literarisches Dokument genannt, das bereits das Ideal der Uneigennützigkeit beschreibt — die Wandlung eines Tyrannen zum gütigen Herrscher.
„Am Anfang finde ich es noch witzig, wie sie, glaube ich, das Gilgamesch-E-Kurs einmal so als Gossip-Geschichte erzählt, wie anders das dann klingt, weil sie so Parallelen zieht zu Mythen und mündlichen Überlieferungen und Gossip und so.“
Maja Beckers erwähnt, dass McKinney in ihrem Buch das Gilgamesch-Epos als Gossip-Geschichte nacherzählt und damit Parallelen zwischen antiken Mythen, mündlicher Überlieferung und Klatsch zieht. Sie findet das anfangs witzig, aber der Stil nutze sich ab.
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