Gespenster
Henrik Ibsen
Ibsens Familientragödie entlarvt die Heuchelei bürgerlicher Konventionen: Zur Einweihung eines Kinderheims treffen sich Helene Alving mit ihrem Sohn Osvald, Pastor Manders und die Dienstmagd Regine im Haus am Fjord. Die Vergangenheit holt die Familie ein und zerstört ihre respektable Fassade. Helene muss eingestehen, dass sie jahrelang die Ausschweifungen ihres verstorbenen Mannes gedeckt hat und ihren Sohn nicht vor dessen Einfluss schützen konnte. Der Sohn leidet wie der Vater an Syphilis und verliebt sich in Regine, ohne zu wissen, dass sie seine uneheliche Halbschwester ist. Als auch das Kinderheim in Flammen aufgeht, wird das Scheitern aller Versuche, Lügen durch Anstand zu rechtfertigen, vollends offenbar.
Erwähnungen (1)
„Das war das Stück Gespenster von Henrik Ibsen und die Hauptrolle hatte Sophie Reuss gespielt, falls ihr die vielleicht kennt, die jetzt auch nicht riesig ist. Nee, und ich wurde sozusagen als Double, als kleines Gespenst für sie gebucht.“
Aline Abboud erzählt, dass sie als Kind zwei Jahre Komparsin an der Berliner Volksbühne war. In einer Inszenierung von Ibsens 'Gespenster' spielte sie das Double von Schauspielerin Sophie Reuß – ihre kleine Körpergröße war dafür perfekt geeignet. Sie erinnert sich lebhaft an die blutverschmierten Hände beim Applaus.
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