Gefängnishefte (Quaderni del carcere)
Antonio Gramsci
Antonio Gramscis Gefängnishefte entstanden während seiner zehnjährigen Haft unter Mussolini in Italien. Der Politiker und Journalist entwickelte in diesen Aufzeichnungen seine einflussreiche Hegemonietheorie, die erklärte, wie Macht subtil und kulturell funktioniert. Die Schriften überlebten nur, weil die Gefängniswärter sie für bedeutungslos hielten.
Erwähnungen (2)
„Antonio Gramsci war ein italienischer Politiker und Journalist, 20er Jahre, und er hat der dann für zehn Jahre ins Gefängnis geworfen wurde von Mussolini und dort tausende von Seiten vollgekritzelt hat und dessen wichtigste Theorie darin besteht, subtil über Macht nachzudenken. Von ihm stammt der Begriff Hegemonie.“
Precht erzählt, dass er gerade für den vierten Band seiner Philosophiegeschichte über Antonio Gramsci schreibt. Er beschreibt Gramscis Gefängnisschriften, die im Gefängnis unter Mussolini entstanden und nur überlebten, weil die Wärter sie für Unsinn hielten. Die Schriften behandeln Gramscis Hegemonietheorie – wie Macht tatsächlich funktioniert.
„Ein Name, der auch in den deutschen Diskussionen immer eine große Rolle spielt, wenn man über so einen politischen Gezeitenwechsel spricht, ist der des italienischen Marxisten Gramsci, der selber mal den Begriff der kulturellen Hegemonie geprägt hatte.“
Ijoma Mangold führt Gramscis Konzept der kulturellen Hegemonie ein, um zu erklären, wie vorpolitische kulturelle Arbeit politische Veränderungen vorbereitet. Er verknüpft dies mit der Neuen Rechten in Deutschland um Götz Kubitschek, die sich Gramscis Strategie angeeignet habe.
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