Gedicht/Essay über die Juden als geologisches Volk
Jehuda Amichai
Jehuda Amichais Gedicht/Essay redefines die jüdische Geschichte als geologisches Phänomen mit Verwerfungen, Schichten und innerer Dynamik statt als lineares Narrativ. Die Metapher vermittelt, wie Israel Ohnmachtserfahrungen und Kontinuität zugleich erlebt hat, und bietet einen neuen Zugang zum biblischen Gottesbild. Der verstorbene israelische Dichter (1924–2000) ermöglicht damit ein tieferes Verständnis für die komplexe Heilsgeschichte des jüdischen Volkes.
Erwähnungen (1)
„Die Juden sind kein historisches Volk, nicht einmal ein archäologisches Volk. Die Juden sind ein geologisches Volk mit Scherben und Einbrüchen und Schichten und glühendem Magma. Ihre Geschichte muss mit einem anderen Maßstab gemessen werden.“
Johanna Haberer zitiert den 2000 verstorbenen israelischen Dichter Jehuda Amichai, um die besondere Geschichtserfahrung des jüdischen Volkes zu beschreiben. Das Zitat dient als Erklärung für das Gottesbild im Deuteronomium und die Ohnmachtserfahrungen Israels.
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