Friedenspreis-Rede (Paulskirche)
Carolin Emcke
Carolin Emckes Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels reflektiert ihre persönliche Erfahrung beim Coming-Out und hinterfragt, wie Liebe zur Identitätskategorie wird. Sie argumentiert, dass Homosexualität zunächst eine private Frage ist, erst durch gesellschaftliche Zuschreibungen aber zur Marker von Zugehörigkeit wird. Die Rede behandelt zentrale Fragen von Stereotypisierung, Sichtbarkeit und der Grenzziehung zwischen Privatem und Politischem.
Erwähnungen (1)
„Ich möchte mal aus deiner Rede zitieren, ich glaube aus der Paulskirche. Als ich mich das erste Mal in eine Frau verliebte, ahnte ich ehrlich gesagt nicht, dass damit eine Zugehörigkeit verbunden wäre. Ich glaubte noch, wie und wen ich liebe, sei eine individuelle Frage, eine, die vor allem mein Leben auszeichnete und für andere, Fremde oder gar den Staat nicht von belangte.“
Jochen Wegner zitiert aus Carolin Emckes Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche. Das Zitat unterstreicht Emckes Punkt, dass Homosexualität zunächst eine private Angelegenheit sei, die erst durch gesellschaftliche Zuschreibungen zu einer Identitätskategorie werde – ein zentrales Thema des Gesprächsabschnitts über Coming-Out und Stereotypisierung.
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