Friedenspreis-Rede (Paulskirche, 1998)
Martin Walser
Martin Walsers Friedenspreis-Rede von 1998 in der Paulskirche ist ein vielbeachtetes Beispiel einer umstrittenen und gescheiterten Rede, die breite Kritik hervorrief. Die Rede gilt als warnendes Beispiel dafür, dass eine Friedenspreis-Rede auch misslingen kann – ein Referenzpunkt für nachfolgende Träger wie Carolin Emcke, die sich bei ihrer eigenen Rede 2016 bewusst damit auseinandersetzten. Walsers Rede zeigt die Risiken und Verantwortung, die mit einer solchen öffentlichen Stellungnahme verbunden sind.
Erwähnungen (2)
„Es gibt ja die berühmt-berüchtigte Rede von Martin Walser in der Paulskirche. Kann auch schief gehen. Es kann auch schief gehen.“
Im Gespräch über Carolin Emckes eigene Friedenspreis-Rede 2016 verweist Christoph Amend auf die kontroverse Rede Martin Walsers als Beispiel dafür, dass eine solche Rede auch scheitern kann. Emcke bestätigt, dass Walsers Rede für sie eine Rolle bei der Vorbereitung ihrer eigenen Rede spielte.
„Woran denkst du bei Martin Walser? An seine Paulskirchenrede oder an Verteidigung der Kindheit? Ich wünschte eh, dass sich das trennt.“
Biller verweist auf Martin Walsers kontroverse Rede bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998 in der Paulskirche, die eine große Debatte über die Erinnerungskultur auslöste. Er nutzt sie als Beispiel dafür, wie eine einzige öffentliche Äußerung das gesamte literarische Werk eines Autors in den Schatten stellen kann.
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