Friedenspreis-Rede in der Paulskirche
Anne Applebaum
Richard David Precht kritisiert Anne Applebaums Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels scharf. Applebauer argumentiert darin, dass der Westen das Recht habe, überall militärisch einzugreifen, um liberale Demokratien zu schützen. Precht warnt vor dieser Positon als gefährliche Rückkehr zur Dominotheorie der 1960er Jahre und sieht darin eine Rechtfertigung für unkontrollierte militärische Interventionen.
Erwähnungen (2)
„sagt in dieser Rede am 20. Oktober in der Paulskirche Folgendes. 1938 äußert sich Thomas Mann, den wir alle kennen, entsetzt über die Situation in Deutschland“
Lanz zitiert ausführlich aus Applebaums Rede zum Friedenspreis des deutschen Buchhandels, in der sie Thomas Mann und George Orwell zum Thema Pazifismus anführt
„Nicht nur das, die in ihrer Rede sagt, der Westen hat das Recht überall in der Welt, wo eine liberale Demokratie gefährdet ist, also zugrunde zu gehen, gestürzt zu werden oder was weiß ich was, die Gefahr besteht, dass sich in eine Autokratie verwandelt, hat ja überall in der Welt das Recht militärisch einzugreifen. Das ist einer der ungeheuerlichsten Sätze, die ich überhaupt je in den letzten Jahrzehnten gehört habe.“
Richard David Precht kritisiert scharf Anne Applebaums Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche. Er stört sich an ihrer These, der Westen habe das Recht, überall militärisch einzugreifen, wo liberale Demokratien gefährdet seien. Precht vergleicht diese Position mit der Dominotheorie der 1960er Jahre, die den Vietnamkrieg rechtfertigte.
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