Fremd
Michel Friedman
»Dies ist ein Buch über das Fremdsein, das äußere und das innere. Eine Erfahrung, die exemplarisch für viele Menschenschicksale ist. Es ist allen Menschen gewidmet, die irgendwo im Nirgendwo leben.« Michel Friedman »Die Angst ist mein Lebensgefährte« Ein Kind, voller Furcht, kommt nach Deutschland – ins Land der Mörder, die die Familien seiner Eltern ausgelöscht haben. Hier soll es Wurzeln schlagen, ein Leben aufbauen. Das Kind staatenloser Eltern tut, was es kann. Es will Kind sein.
Erwähnungen (3)
„Und in Ihrem Buch fremd schreiben Sie jetzt, sinnlose Hoffnung, authentisch sein.“
Matze Hielscher zitiert aus Friedmans Buch, in dem dieser Authentizität als sinnlose Hoffnung beschreibt – ein zentrales Gesprächsthema der Episode.
„Ich habe das in dem Buch fremd geschrieben. Meine Eltern waren die Friedhofswärter und ich ihr jüngster Lehrling. Ich habe kein Urvertrauen. Ich bin wirklich auf einem Friedhof geboren, in einem sehr traurigen Haus.“
Michel Friedman spricht über seine Kindheit und das fehlende Urvertrauen. Sein autobiografisches Buch 'Fremd' wird mehrfach im Gespräch erwähnt – es ist das zentrale Werk, in dem er seine Lebensgeschichte als Kind von Holocaust-Überlebenden, seine Migrationserfahrung und die Suche nach Identität verarbeitet. Matze Hielscher bezieht sich ebenfalls darauf, wenn er Friedmans These über Authentizität als 'sinnlose Hoffnung' zitiert.
„All das ist ja auf dem Betriebssystem der Demokratie auch passiert. Und Sie schreiben das ganz am Ende Ihres Buches, das demokratische System wird sich weiterentwickeln müssen.“
Matze Hielscher verweist auf Friedmans Buch, in dem dieser fordert, dass sich das demokratische System weiterentwickeln muss, um nicht unterzugehen. Der genaue Titel wird im Gespräch nicht explizit genannt; es handelt sich wahrscheinlich um Friedmans autobiografisch-philosophisches Werk 'Fremd'.
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