Buch

Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten

Richard David Precht

Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Und warum eigentlich? Nichts, was die Arbeit anbelangt, ist heute mehr selbstverständlich. Das zweite Maschinenzeitalter selbstlernender Computer und Roboter revolutioniert unseren Arbeitsmarkt. Es definiert neu was »Arbeit« ist, und wozu wir eigentlich noch arbeiten. Schon seit einiger Zeit arbeiten wir in den westlichen Industrieländern nicht mehr, um unsere Existenz zu sichern. Wir arbeiten, um zur Erwerbsarbeitsgesellschaft dazuzugehören.

Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten

Erwähnungen (13)

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:00:46
„Und dann kam mir dein Buch in den Sinn. Dein Buch, über das wir schon einige Male gesprochen haben, Freiheit für alle. Das ist doch jetzt dieser Tage irgendwie rausgekommen, oder nicht?“

Markus Lanz leitet das Gespräch über Freiheit ein, indem er auf Prechts gerade erschienenes Buch verweist. Das Buch handelt von der Hoffnung, dass Digitalisierung und Robotisierung den Menschen mehr Freiheit bringen – eine These, die angesichts des Ukraine-Kriegs in einem neuen, bedrückenden Licht steht.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:15:03
„Vor wenigen Tagen hat jemand eine Rezension auf Amazon meines neuen Buches Freiheit für alle geschrieben. Das ist ein Buch, da geht es um die Arbeit und vorne auf der ersten Seite ist ein Zitat von Aristoteles, ein wunderschönes Zitat, in dem er sagt, wenn irgendwann Maschinen die ganze menschliche Arbeit leisten, dann braucht es keine Sklaven mehr in dieser Gesellschaft.“

Precht erzählt von einer Amazon-Rezension seines eigenen Buches, um ein Beispiel für überzogene Empfindlichkeit zu illustrieren. Eine Rezensentin hatte das Buch abgelehnt, weil auf der ersten Seite ein Aristoteles-Zitat steht — und Aristoteles frauenfeindliche Ansichten vertrat. Precht nutzt dies als Beleg für eine Kultur, in der Teilperspektiven zum absoluten Maßstab erhoben werden.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:07:54
„Ich habe nämlich in deinem Buch über die Arbeit gelesen, Richard. Und muss dir sagen, ich bin ein weiteres Mal wirklich fasziniert davon. Ich habe beim ersten Mal nicht die über 500 Seiten in Gänze geschafft und habe mir jetzt den Rest mal vorgeknöpft.“

Lanz hat über Ostern Prechts umfangreiches Buch über die Zukunft der Arbeit weitergelesen und lobt es ausdrücklich für seine Verständlichkeit und ausbalancierte Argumentation. Das Buch bildet die inhaltliche Grundlage der gesamten Episode, insbesondere das Kapitel über die Revolution der Arbeitswelt und warum KI diesmal tatsächlich Arbeitsplätze vernichten könnte.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 01:03:50
„In diesem Geist noch habe ich auch mein Buch geschrieben. Als ich das Buch vollendete, war von Inflation noch nicht die Rede. Nun ist es aber so, dass im Zusammenhang mit Corona der Staat genau das gemacht hat, was man nicht machen darf. Er hat Geld erfunden.“

Im Kontext der Inflationsgefahr als Gegenargument zum bedingungslosen Grundeinkommen verweist Precht auf sein eigenes Buch, das er noch in einer Phase der Deflationsgefahr geschrieben habe. Er räumt ein, dass sich die ökonomische Lage seither durch die Corona-Geldpolitik verändert hat, was die Finanzierungsfrage des Grundeinkommens komplizierter macht.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:31:26
„Ich habe ja im Zusammenhang mit meinem Buch über die Arbeit ganz viel über Steuern nachgedacht. Und natürlich mich auch mit solchen Sachen beschäftigt. Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer, Erhöhung von Spitzensteuersatz, ja oder nein.“

Precht verweist auf sein eigenes Buch über die Zukunft der Arbeit, in dem er sich intensiv mit Steuerfragen auseinandergesetzt hat. Er nutzt diese Recherche als Grundlage, um die Vor- und Nachteile verschiedener Steuermodelle wie Erbschafts- und Vermögenssteuer differenziert zu bewerten.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:48:14
„Und ich habe in meinem Buch über, mein letztes Buch, Freiheit für alle, geschrieben, in einer Arbeitsgesellschaft keine Arbeit zu haben, ist eventuell immer noch besser, als in einer Sinngesellschaft keinen Sinn zu finden.“

Im Gespräch über die Überforderung der jungen Generation durch zu viele Wahlmöglichkeiten zitiert Precht eine zentrale These aus seinem eigenen Buch. Er argumentiert, dass die Multioptionsgesellschaft eine Bedrohung darstellt, weil Sinnlosigkeit in einer Sinngesellschaft schlimmer sein kann als Arbeitslosigkeit in einer Arbeitsgesellschaft.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:41:27
„Also ich habe das ja in meinem Buch über die Arbeit geschrieben. Wir gehen von einer klassischen Arbeitsgesellschaft, die wir kannten, in eine Sinngesellschaft ein.“

Precht spricht über die veränderte Arbeitswelt nach Corona und die wachsende Suche nach Sinn. Er verweist auf sein eigenes Buch über die Zukunft der Arbeit, in dem er den Übergang von der Arbeits- zur Sinngesellschaft beschrieben hat.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:07:13
„Ich habe ein 500 Seiten Buch geschrieben über die Arbeitsgesellschaft. Ein 500 Seiten Buch, in dem ich diesen Wandel von der klassischen Arbeitsgesellschaft zur Sinngesellschaft, wie ich sie nenne, erkläre.“

Precht verteidigt sich gegen den Vorwurf, er würde junge Menschen kritisieren, indem er auf sein umfangreiches Buch über den Wandel der Arbeitsgesellschaft verweist. Er betont, dass er den Wandel zur Sinngesellschaft dort ausführlich beschrieben und begrüßt habe – das Gegenteil dessen, was ihm in der Presse vorgeworfen wurde.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:16:34
„Ich meine, ich habe ja mal ein dickes Buch geschrieben, Freiheit für alle, dass sich mit diesem Wechsel von der Arbeitsgesellschaft, wie wir sie kannten, hin zur Sinngesellschaft beschäftigt. Was mich jetzt interessiert, welche Rolle, und das ist ein Thema, mit dem ich mich nicht beschäftigt habe oder kaum, welche Rolle spielt Migration jetzt darin?“

Precht verweist auf sein eigenes Buch, das den gesellschaftlichen Wandel von der klassischen Arbeitsgesellschaft hin zu einer Sinngesellschaft beschreibt. Er nutzt es als Brücke, um die Frage aufzuwerfen, welche Rolle Migration in diesem Transformationsprozess spielt – ein Aspekt, den er nach eigener Aussage bisher kaum beleuchtet hat.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:13:58
„Ich habe ja, wie du weißt, ein dickes Buch über Arbeit geschrieben und ich mache genau diese Vorschläge.“

Precht verweist auf sein eigenes Buch über Arbeit, um zu unterstreichen, dass er die Vorschläge zur steuerlichen Entlastung von Arbeit und Belastung von Konsum schon seit Jahren vertritt.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:17:17
„Ich habe mir nochmal den Ordner geschnappt all der Studien, die ich gelesen habe, als ich mein Buch Freiheit für alle geschrieben habe, also über die Zukunft der Arbeit.“

Precht erwähnt sein eigenes Buch über die Zukunft der Arbeit als Anlass, warum er einen Ordner voller Studien zum Ersetzbarkeitspotenzial von Berufen vor sich liegen hat. Das Buch wird nicht inhaltlich diskutiert, sondern dient als Rahmen für die anschließend zitierten IAB-Studienergebnisse.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:49:14
„Wir haben ja schon mal über eine meiner Antworten darüber diskutiert und ich habe ja in meinem Buch 200 Seiten über das bedingungslose Grundeinkommen geschrieben, etwas ähnliches könnte man sich beim Krankensystem auch vorstellen.“

Precht verweist auf sein eigenes Buch zum bedingungslosen Grundeinkommen als seine Antwort auf die Frage, wie das Renten- und Sozialsystem angesichts des demografischen Wandels neu gedacht werden könnte. Er beklagt, dass die Politik statt grundlegender Reformen nur am bestehenden System flickt – nach dem 'Bortenprinzip' einer zu kurz gewordenen Hose.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:07:17
„Als ich mein Buch geschrieben habe über die Zukunft der Arbeitsgesellschaft vor vier Jahren, lag diese Bezuschussung bei 90 Milliarden im Jahr. Sie liegt jetzt bei 122 Milliarden, Tendenz sehr, sehr stark steigend.“

Precht verweist auf sein eigenes Buch zur Zukunft der Arbeit, um die rasante Verschlechterung der Rentenfinanzierung zu belegen. Damals lag der staatliche Zuschuss zur Rente bei 90 Milliarden, inzwischen bei 122 Milliarden – ein Anstieg, der seine These von der Krise des Umlagesystems untermauert.

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