Freiheit
Angela Merkel / Beate Baumann
Angela Merkels lang erwartete Memoiren „Freiheit" sind erschienen und prägen die öffentliche Debatte. Das Buch bietet persönliche Einblicke in ihre Zeit als Bundeskanzlerin und ihre politischen Entscheidungen. Ein begleitendes Spiegel-Interview ergänzt die Veröffentlichung und macht die Memoiren zu einem wichtigen Dokument der deutschen Zeitgeschichte.
Erwähnungen (13)
„Nächste Woche kommt das Buch von Merkel raus. Oder diese Woche? Freiheit. Das große Buch. Und sie hat im Spiegel diese Woche...“
Jan Böhmermann spricht über das bevorstehende Erscheinen von Angela Merkels Memoiren 'Freiheit'. Er erwähnt auch ein begleitendes Spiegel-Interview und findet das Buch bemerkenswert, weil Ollis Lektor derselbe ist, der auch Merkels Buch bei Kiepenheuer betreut.
„Also haben Sie selber in Ihrem Buch so ein bisschen auch herausgearbeitet, dass es dann doch im Laufe von biografischen Irrtümern dieser Generation oder interessanten Entwicklungen ja auch diesen Hang zur Sachlichkeit gibt, im Unterschied zu anderen Generationen. Kommen wir vielleicht noch ein bisschen mal auf die Herkunftsgeschichte, das Buch selbst. Geht ja eigentlich die ersten 120 Seiten.“
Merkels Memoiren sind das zentrale Buch der gesamten Episode. Heinz Bude und Iris Radisch analysieren den Aufbau, die Leerstellen und die politische Strategie hinter dem Buch – von der DDR-Kindheit über die CDU-Machtpolitik bis zur Außenpolitik. Beide sehen das Buch als Fortsetzung von Merkels Politik mit anderen Mitteln: eine Selbsterklärung, die zeigt, wie sie denkt, aber vieles bewusst auslässt.
„Weil ich gestern Abend bei Angela Merkels Buchvorstellung war, hier im Deutschen Theater. Und das Thema der letzten Tage in den Besprechungen ihres Buchs Freiheit und auch in den Interviews war immer wieder die fehlende Reue von ihr, dass man sozusagen gerade wenn es um die Politik mit Russland geht, wird immer wieder so, na und was bereuen sie und so weiter.“
Matze Hielscher war am Vorabend bei der Buchvorstellung von Angela Merkels 'Freiheit' im Deutschen Theater in Berlin. Er nutzt Merkels Haltung – sie bedauert die Folgen ihrer Russland-Politik, entschuldigt sich aber nicht für ihre Entscheidungen – als Parallele zum Thema verletzliche Führung und dem Unterschied zwischen Bedauern und Entschuldigung.
„Das war doch der Ratschlag, den Angela Merkel auch bekommen hat. In der Schulklasse habe ich jetzt in ihrem Buch gelesen, weil sie als Pfarrerskind immer so ein bisschen aussortiert wurde und die mussten sich immer melden, welche Berufe die Eltern hatten. Und dann hat ihr, glaube ich, ein Mitschüler gesagt, sagt doch einfach Pfarrer.“
Im Gespräch über die Verwechslung von 'Pfarr-' und 'Fahr-Jugend' erinnert sich Christoph Amend an eine Anekdote aus Angela Merkels Autobiografie. Merkel wurde als Pfarrerskind in der DDR ausgegrenzt, und ein Mitschüler riet ihr, den Beruf ihres Vaters einfach als 'Fahrer' statt 'Pfarrer' anzugeben.
„ein Cover ja für ein Buch sein sollte, das mir Freude macht und das ich mit Frau Baumann zusammenschreibe oder geschrieben habe“
Angela Merkels Autobiografie, die sie zusammen mit Beate Baumann geschrieben hat. Das Buch wird im gesamten Gespräch immer wieder referenziert – Merkel und Hielscher sprechen über das Cover, einzelne Passagen und Themen daraus.
„Für mich eines der so wichtigsten Sätze, die Sie gesagt haben und für Sie glaube ich auch und was für mich auch ganz lange getragen hat oder immer noch trägt, ist Ihre drei Worte, wir schaffen das. Und Sie schreiben das auch am Anfang im Buch, dass diese drei Worte eigentlich so eine Zäsur im Grunde waren. Es gibt ein Vorher und es gibt ein Danach und das zeigt sich im Buch auch zwischen »Deutschland dienen 1« und »Deutschland dienen 2«.“
Matze Hielscher spricht Angela Merkel auf die Struktur ihres Buches an, das durch den Satz 'Wir schaffen das' in zwei große Teile gegliedert wird – 'Deutschland dienen 1' und 'Deutschland dienen 2'. Er beschreibt die Flüchtlingskrise 2015 als Zäsur, die nicht nur Merkels Kanzlerschaft, sondern auch die Erzählung des Buches in ein Vorher und Nachher teilt.
„Jetzt im Buch hat sie gesagt, ich habe meinen eigenen Feminismus. Aber sie musste sich Fragen anhören, wie kann eine Frau Bundeskanzlerin?“
Baerbock spricht über Angela Merkels Verdienste für nachfolgende Politikerinnen. Sie verweist auf Merkels Memoiren, in denen diese erstmals ihr eigenes Verständnis von Feminismus formuliert – ein Wort, das Merkel während ihrer Amtszeit stets vermieden hatte. Für Baerbock zeigt das Buch, welche Kämpfe Merkel hinter den Kulissen für Frauen in der Politik geführt hat.
„Ich habe montags einen Podcast mit ihr gemacht und dienstags dann, also gleich am nächsten Tag, die große Veranstaltung, Weltpremiere auf der Bühne im Deutschen Theater. Und dieses Buch hat ja schlanke 736 Seiten. Da kannst du dir vorstellen, wie lange ich da vorher dran gehangen habe.“
Anne Will erzählt von ihrem Interview mit Angela Merkel anlässlich der Veröffentlichung von Merkels Autobiografie 'Freiheit'. Sie beschreibt den enormen Vorbereitungsaufwand für die 736 Seiten und die Weltpremiere im Deutschen Theater, bei der sie danach erst mal erschöpft war statt zu feiern.
„Ich sehe da oben das Buch Freiheit. Hast du das gelesen? Ja. Also vor allen Dingen gehört und gelesen zum Wechsel. So wie du mit dem Endlich-Nichtraucher.“
Matze Hielscher entdeckt Angela Merkels Autobiografie 'Freiheit' im Raum und fragt Stuckrad-Barre, ob er es gelesen hat. Es stellt sich heraus, dass Hielscher das Buch sowohl gelesen als auch als Hörbuch gehört hat, gesprochen von Corinna Harfouch. Das Buch löste bei Hielscher eine Phase der Merkel-Idealisierung aus.
„Sie waren nicht bei ihrer Buchvorstellung. Ich habe sie jedenfalls nicht gesehen.“
Im Gespräch über das Verhältnis zwischen Friedrich Merz und Angela Merkel spricht Jochen Wegner die Buchvorstellung von Merkels Memoiren an. Merz gibt zu, vermutlich nicht eingeladen gewesen zu sein, relativiert das aber sofort. Der Buchtitel wird nicht explizit genannt, es handelt sich um Merkels 2024 erschienene Autobiografie.
„Sie haben vor gut zwei Monaten Ihr Buch, Ihre Autobiografie Freiheit veröffentlicht. Welche Reaktionen haben Sie am meisten überrascht und was hat Ihnen zum Denken gegeben?“
Roman Pletter spricht Angela Merkel auf ihre Autobiografie an, die sie gemeinsam mit ihrer langjährigen Vertrauten Beate Baumann geschrieben hat. Merkel erklärt, dass sie überrascht war, wie viele junge Leute das Buch lesen, und verteidigt den Ansatz, Politik und Entscheidungsprozesse nüchtern zu beschreiben statt ein Enthüllungsbuch zu schreiben. Sie betont, dass ihr wichtig war, sowohl ihre 35 Jahre in der DDR als auch die 35 Jahre im wiedervereinigten Deutschland gleichwertig darzustellen.
„Wir haben Angela Merkel, die hat letztes Jahr ihr Freiheitsbuch rausgebracht. Harpe Kerkeling war, glaube ich, dieses Jahr, wo er so ein bisschen erzählt hat von hinter den Kulissen.“
Jan zählt Beispiele auf für prominente Persönlichkeiten, die irgendwann den Moment nutzen, um ihre Sicht der Dinge öffentlich darzulegen. Merkels Memoiren-Buch 'Freiheit' dient als Beispiel für diesen großen Rückblick, den auch er und Olli irgendwann haben könnten.
„Oder wenn man Angela Merkel jetzt dieser Tage auch zuhört. Die sagte ja ein paar Mal, hat sie schon gesagt, naja, wenn es hilft, dass ich jetzt schuld bin, dann sagen sie es.“
Matze Hielscher bezieht sich auf Angela Merkels öffentliche Äußerungen 'dieser Tage', womit sehr wahrscheinlich ihre Autobiografie 'Freiheit' gemeint ist, in der sie sich unter anderem zu den Vorwürfen rund um ihre Russland-Politik äußert. Friedman greift das auf und kritisiert Merkels Russland-Politik ab 2014.
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