Fountain
Marcel Duchamp
Marcel Duchamps ikonisches Readymade "Fountain" ist ein Urinal, das 1917 auf der Armory Show in New York als provokative Kunstinstallation präsentiert wurde. Das Werk revolutionierte das Kunstverständnis, da Duchamp argumentierte, dass Kreativität ein mentaler Akt ist und nicht von handwerklicher Ausführung abhängt. Seine Philosophie, dass jedes alltägliche Objekt durch künstlerische Intention zur Kunst werden kann, beeinflusste Generationen von Künstlern wie Ai Weiwei und machte Duchamp zum Pionier der konzeptuellen Kunst.
Erwähnungen (3)
„if you heard a person called Michel Duchamp... He was like mein Mentor... hat er seinen berühmten Jurnal, den Jurnal des Mannes, in New York geöffnet“
Ai Weiwei erklärt Duchamps Konzept des Readymade und der Urinal-Skulptur als grundlegend für sein eigenes Kunstverständnis
„Und in den, ich glaube, 1930er oder 40er Jahren oder sogar etwas später, hat er seinen berühmten Urlaub geabt. Den Urlaub. Den Urlaub des Mannes. Ja. In New York. Armory Show.“
Ai Weiwei spricht über Marcel Duchamp als seinen Mentor und dessen berühmtes Readymade 'Fountain' (das Urinal), das auf der Armory Show präsentiert wurde. Er nutzt Duchamps Argument – dass Kreativität ein mentaler Akt ist und nicht von der physischen Herstellung abhängt – um seine eigene Arbeitsweise zu erklären, insbesondere die Hornbach-Kooperation.
„Marcel Duchamp kommt plötzlich wie durch einen Geistesblitz auf die Idee, ein Pissoir, das zwar immer schon da war, ins Museum zu stellen und macht damit tatsächlich etwas so Neues, dass man seither seit 100 Jahren moderne Kunst versucht zu exemplifizieren, indem man auf Duchamps Pissoir verweist.“
Ijoma Mangold nutzt Duchamps berühmtes Readymade als Inbegriff menschlicher Kreativität und Originalität. Seine These: Solch disruptive Ideen – ein Alltagsobjekt in den White Cube zu stellen – seien genau das, was KI nicht leisten könne. Das Kunstwerk dient als Argument dafür, dass echte Kreativität nicht algorithmisch replizierbar ist.
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