Film über Lebensverläufe und Heiratsmarkt
Jutta Allmendinger
Jutta Allmendinger dokumentiert in diesem Film die Lebensverläufe von Frauen der Geburtskohorte 1919 anhand historischer Archivmaterialien. Der Film wird mit Bertolt Brechts Anna-Zyklus unterlegt und zeigt die Spannung zwischen Heirats- und Arbeitsmarkt auf. Das Werk verbindet wissenschaftliche Lebensverlaufsforschung mit künstlerischer Filmgestaltung und ist eine einzigartige Dokumentation weiblicher Biografien im 20. Jahrhundert.
Erwähnungen (1)
„Ich glaube, bei Zeit Online so gefasst, der Heiratsmarkt ist erfolgsträchtiger als der Arbeitsmarkt. Das ist ein super Film mit so Brecht, mit diesem Anna-Zyklus hinterlegt. Ganz, ganz toll.“
Allmendinger erzählt, wie sie aus den historischen Filmmaterialien ihrer Lebensverlaufsstudie einen eigenen Film über Frauen der Geburtskohorte 1919 schnitt, unterlegt mit Brechts Anna-Zyklus. Ihr Mentor Baltes warnte sie, das Zeigen dieses Films würde ihre Karriere beenden. Ausgerechnet während des Schnitts im teuren Studio rief der Münchner Dekan an und bot ihr eine Professur an.
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