Fetzen
Philippe Lançon
Die Studie stellt die Frage nach dem Beitrag erzählender Literatur zu einem Dialog über Formen der Gewalt im gesellschaftlichen Raum Frankreich zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Unter Rückgriff auf Bourdieu’sche Konzepte literatursoziologischer Theorie diskutiert sie zunächst die für ein sozialwissenschaftlich relevantes Erfassen des Wissens von Literatur notwendige Perspektive auf erzählte Gewalt.
Erwähnungen (1)
„Da gibt es ja ein großes, ich will nicht sagen Gegenbuch, aber Parallelbuch. Von Philippe Lançon, Fetzen, der war Opfer des Attentats Charlie Hebdo, dem wurde auch der ganze Kiefer weggeschaut und ganz furchtbar. Und dessen Buch hat nun genau diese existenzialistische Kodierung.“
Radisch stellt Lançons Buch als Parallelbuch zu Rushdies 'Knife' vor – beide handeln von der Verarbeitung eines terroristischen Angriffs, aber mit gegensätzlicher Haltung. Während Rushdie zum alten Leben zurückwill, nutzt Lançon die Todesnähe als existenzialistischen Neuanfang. Radisch findet beide Wege gleichermaßen überzeugend.
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