Februar 33: Der Winter der Literatur
Uwe Wittstock
Es ging rasend schnell. Der Februar 1933 war der Monat, in dem sich auch für die Schriftsteller in Deutschland alles entschied. Uwe Wittstock erzählt von Tag zu Tag, wie das glanzvolle literarische Leben der Weimarer Zeit in wenigen Wochen einem langen Winter wich und sich das Netz für Thomas Mann und Bertolt Brecht, für Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin und viele andere immer fester zuzog. Montag, 30. Januar.
Erwähnungen (1)
„Ich empfehle immer wieder das Buch von Uwe Wittstock. Das ist ein spektakulär gutes Buch, kann man lesen, kann man kaufen. Februar 1933, in dem er detailliert beschreibt, wie die Nazis es geschafft haben, innerhalb eines einzigen Monats, das ganze System so, nicht auf links in dem Fall, sondern auf rechts zu drehen, dass am Ende nichts mehr an Kontrollinstanzen und so weiter da war und die Bahn komplett frei war.“
Im Kontext der Diskussion über die Fragilität demokratischer Systeme und die Gefahr, dass demokratisch gewählte Figuren die Demokratie aushebeln können, empfiehlt Lanz das Buch als warnendes historisches Beispiel. Er zieht eine Parallele zwischen der Machtübernahme der Nazis 1933 und der aktuellen Situation in den USA unter Trump, wo viele ebenfalls sagen, er werde sich schon selbst entzaubern.
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