Evangelium nach Matthäus
Das Matthäus-Evangelium ist eines der vier Evangelien und zeichnet sich durch seinen genealogischen Eröffnungsteil aus, der Jesus direkt mit dem Alten Testament und der jüdischen Messiaserwartung verbindet. Der unbekannte Autor, ein Judenchrist des 1. Jahrhunderts, verfolgte damit die Absicht, Jesus als den erwarteten Messias in der jüdischen Tradition nachzuweisen. Die Nähe des Autors zum Judentum prägt das gesamte Evangelium und macht es zentral für das Verständnis, wie frühe Christen die Kontinuität zwischen jüdischer Hoffnung und christlichem Glauben konstruierten.
Erwähnungen (8)
„Jesus von Nazareth kommt ja später in dem Neuen Testament, so steht es jedenfalls beim Evangelisten Matthäus, auf diese Geschichte mit dem Zacharia zurück“
Das Matthäus-Evangelium wird als Beleg dafür zitiert, dass Jesus auf die Geschichte der Steinigung des Zacharia Bezug nimmt.
„Wir fangen mit dem ersten Evangelium an und arbeiten uns dann über Markus, Lukas und Johannes durch. Das erste Evangelium haben wir ja gelernt von Matthäus. Das ist in der Chronologie der kanonisierten Evangelien deshalb an dieser Stelle, weil es den Stammbaum Jesu abbildet und damit eine direkte Verknüpfung schafft zu dem Ersten Testament.“
Das Matthäus-Evangelium ist eines der vier Evangelien, die in dieser Folge besprochen werden. Die Schwestern diskutieren ausführlich den Stammbaum Jesu als Eröffnung, die Nähe des Autors zum Judentum und seine Absicht, Jesus als den erwarteten Messias in der jüdischen Tradition zu verankern. Johanna erklärt, dass der unbekannte Autor – ein Judenchrist um 90 n. Chr. – damit einen ‚Messiasbeweis' führen wollte.
„dass Matthäus und Lukas parallel erzählt, diese Vorgeschichten haben von Jesus“
Wird als paralleler Erzähler neben Lukas genannt, der ebenfalls Vorgeschichten Jesu enthält, sich aber in den Details unterscheidet.
„Wir kommen jetzt zu Matthäus, da wird die gleiche Geschichte beschrieben. Und auch hier geht es los, als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er nach Galiläa zurück.“
Sabine Rückert liest ausführlich aus dem Matthäus-Evangelium vor und bespricht mit Johanna Haberer die Berufung der Jünger, die Jesaja-Zitate und die Rolle Galiläas als ‚Heidenland'. Es ist neben Markus das zweite Evangelium, das in dieser Folge Vers für Vers behandelt wird.
„Und zwar nicht vor den Dämonen, sondern vor dem Austreiber. Ja, weil der natürlich schon jetzt eine massive Macht entwickelt in dem Matthäusevangelium.“
Die Dämonenaustreibungsgeschichte aus Matthäus 8,28–34 wird vorgelesen und ausführlich besprochen als Haupttext der Episode
„Es gibt die Variation, die der Matthäus hat, das ist das gleiche Gleichnis, wird da erzählt, da werden die Diener, die ausgesandt werden, die werden dann ergriffen und getötet.“
Johanna Haberer vergleicht die Lukas-Version des Gleichnisses vom großen Festmahl mit der Matthäus-Variante, in der die ausgesandten Diener getötet werden. Sie nutzt diese Fassung, um die Verfolgungserfahrung der frühen Christen zu illustrieren.
„Ja, das ist Matthäus. Wir sind jetzt vom Lukas wieder ins Matthäus-Evangelium gewechselt.“
Das Matthäus-Evangelium ist der biblische Ausgangstext für die Besprechung des Gleichnisses vom Sämann und des Unkraut-Gleichnisses. Die Sprecherinnen wechseln bewusst vom Lukas-Evangelium zurück zu Matthäus, weil dort die Gleichnis-Reihe und vor allem die einzigartige Selbsterklärung Jesu überliefert ist.
„Ich lese mal vor, wie es nach Matthäus heißt. Da heißt es, Jesus ging in den Tempel und trieb alle Händler und Käufer aus dem Tempel heraus. Er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und sagte, in der Schrift steht, mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein, ihr aber macht daraus eine Räuberhöhle.“
Sabine Rückert liest die Tempelreinigungsszene aus dem Matthäus-Evangelium vor und vergleicht sie mit der ausführlicheren Johannes-Version. Sie hebt den Satz über die Räuberhöhle hervor, der bei Johannes fehlt.
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