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Evangelium nach Johannes

Das Johannes-Evangelium ist in seiner sprachlichen und philosophischen Struktur von platonischem Gedankengut durchdrungen. Precht zeigt, wie das Konzept des Logos – die alles durchdringende Vernunft – platonische Ideenlehre mit der Jesusgeschichte verbindet. Der Text wurde bewusst für das antike griechische Publikum verfasst und integriert damit westliche Philosophietradition in die Darstellung Jesu.

Evangelium nach Johannes

Erwähnungen (9)

Alles gesagt?
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 03:12:42
„Wie war das nochmal mit dem Johannes-Evangelium? Irgendein Evangelium beginnt doch mit, am Anfang war das Wort oder Logos, also Logos heißt ja 400 Sachen auf Deutsch. Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.“

Jochen Wegner greift den Prolog des Johannes-Evangeliums auf, um eine Brücke zwischen Theologie und Physik zu schlagen. Nachdem Sabine Rückert gesagt hat, man nähere sich Gott eher über Physikbücher als über die Bibel, zitiert Wegner den berühmten Anfang – 'Am Anfang war das Wort' – als Beispiel für einen abstrakten, fast naturphilosophischen Gottesbegriff.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:27:23
„Das Johannes-Evangelium ist platonische Philosophie. Das heißt also, in einem platonischen Philosophentext wird Jesus Geschichte erzählt. Und warum ist das so? Weil das der Text war, der bestimmt war für das alte Griechenland.“

Precht hebt das Johannes-Evangelium als philosophisch besonders interessant hervor. Er erklärt, dass der berühmte Anfang 'Am Anfang war das Wort' im Original 'Logos' heißt – die alles durchdringende Vernunft – und dass dies reiner Platonismus sei: Die Ideenlehre Platons werde hier mit der Jesusgeschichte verbunden, weil der Text für das griechische Publikum bestimmt gewesen sei.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:32:51
„Den kann man jetzt angucken, da kommen dann auch diese ganzen Begriffe wie ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und all diese Sätze, die kommen beim Johannes-Evangelium. Also das ist ein intellektueller Jude, der Christ geworden ist und versucht hat aus seiner Reflexion über die Weisheit und über wie ist die Welt entstanden.“

Johanna Haberer erklärt den Ursprung des Logos-Begriffs und der großen Ich-bin-Worte Jesu. Sie ordnet das Johannes-Evangelium als Werk eines intellektuellen, zum Christentum konvertierten Juden ein, der griechische Philosophie und jüdische Weisheitstradition zusammengedacht hat. So schlägt sie die Brücke von der griechischen Kosmologie zur christlichen Theologie.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:19
„arbeiten uns dann über Markus, Lukas und Johannes durch“

Das Johannes-Evangelium wird als jüngstes und philosophischstes Evangelium mit dem berühmten Prolog besprochen

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:52:53
„Dieses Evangelium ist als spätestes geschrieben worden. Es ist also das jüngste Evangelium und da merkst du schon, wie fieberhaft man versucht, mit philosophischen Begriffen dieses Geschehen um den Menschen Jesus, der dann plötzlich identifiziert wird als der Gesalbte, als der Auferstandene.“

Das Johannes-Evangelium wird als viertes und jüngstes Evangelium besprochen. Es beginnt mit dem berühmten Prolog 'Im Anfang war das Wort' und wird als das philosophischste und vergeistigtste der vier Evangelien eingeordnet. Johanna Haberer ordnet es dem syrischen Raum zu.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:43:21
„Und Johannes erzählt die Geschichte auch wieder anders. Da ist jetzt von Fischern nichts mehr die Rede. Am Tag darauf stand Johannes wieder dort, also beim Taufen, und zwei seiner Jünger standen bei ihm.“

Als viertes Evangelium wird Johannes besprochen. Hier werden die Jünger nicht als Fischer berufen, sondern als Sinnsucher, die dem Täufer folgen und dann zu Jesus wechseln. Die Nathanael-Episode mit der ironischen Bemerkung ‚ein echter Israelit ohne Falschheit' wird ausführlich diskutiert.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:04:28
„Das allererste Wunder steht bei Johannes. Das steht auch nur bei Johannes, ganz allein. Es ist ein Wunder, das natürlich weltberühmt ist, das kennt jeder“

Das Johannesevangelium wird als theologischer Primärtext der Episode ausführlich besprochen – insbesondere die Hochzeit zu Kana und die Zeichentheologie

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:02:06
„damit wir die Leute kennenlernen, mit denen wir es dann im Johannes-Evangelium zu tun bekommen“

Das Johannes-Evangelium ist der Haupttext der Episode, aus dem die Geschichte von Lazarus, Martha und Maria sowie die Ich-bin-Worte Jesu besprochen werden.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:03:47
„Der Johannes, der löst den Tempel als Bauwerk, als theologische Aussage ganz am Anfang des Evangeliums schon auf. Der Tempel als Bauwerk spielt keine Rolle mehr, sondern Jesus ist sozusagen der neue Tempel.“

Johanna Haberer erklärt die theologische Besonderheit des Johannes-Evangeliums im Vergleich zu den drei anderen Evangelien. Während Markus, Matthäus und Lukas die Tempelreinigung als Auftakt der Passionsgeschichte einordnen, stellt Johannes sie an den Anfang des Wirkens Jesu und deutet den Tempel sofort als Person Jesu um.

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