Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter
Ernst Robert Curtius
Ernst Robert Curtius' literaturwissenschaftlicher Klassiker untersucht die Kontinuität europäischer Literatur vom Mittelalter bis zur Antike. Das zentrale Argument: Mittelalterliche Werke sind keine Originalerfindungen, sondern greifen auf antike literarische Topoi zurück. Diese These zeigt, dass auch modernes Schreiben – wie Frank Herberts Science-Fiction-Epos Dune – grundlegend auf mythologische und literarische Traditionen aufbaut.
Erwähnungen (1)
„Es gibt ein interessantes, wichtiges Buch in der Literaturwissenschaft von Ernst Robert Kurzius, dem großen Romanisten. Das heißt Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter. Und der Clou dieses Buches ist, dass man feststellt, dass eigentlich alles, was in der europäischen Literatur des Mittelalters stattfindet, keine originäre Erfindung ist, sondern auf einen Topos zurückgreift, den es in der lateinischen Antike gab.“
Ijoma Mangold zitiert Curtius' literaturwissenschaftlichen Klassiker, um seine These zu untermauern, dass Dune vollständig aus Bildungsanspielungen besteht. So wie Curtius zeige, dass die mittelalterliche Literatur auf antike Topoi zurückgreife, so greife auch Dune auf mythologische, theologische und literarische Vorbilder zurück – von der griechischen Atreiden-Sage bis zu Wagners Ring.
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