Es geschah am helllichten Tag
Friedrich Dürrenmatt
Es geschah am helllichten Tag ist eine klassische Verfilmung des Dürrenmatt-Romans, in der Gerd Fröbe einen psychologisch fragilen Kindermörder spielt, der seine Verbrechen nach wiederholten Demütigungen und Frustrationserlebnissen begeht. Der Film eignet sich besonders, um das psychologische Konzept der Triggerung zu verstehen und zeigt, wie kumulative Zurückweisungen zu eskalierendem kriminellem Verhalten führen. Diese psychologische Dynamik macht ihn für die Analyse realer Fälle wertvoll und ermöglicht einen strukturierten Vergleich zwischen fiktionaler Darstellung und realem Handeln.
Erwähnungen (1)
„Ich weiß nicht, ob du den Film mit Gerd Fröbe kennst, auch ein Film, der von einem Kindermörder handelt. Es geschah am helllichten Tag. Eine Dürrenmatt-Verfilmung. Ja, auch ein uralter Film, aber auch super interessant, weil da gezeigt wird, wie der Täter, also Gerd Fröbe, die Taten begeht nach Frustrationen.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen dem realen Fall von Uwe K. und dem Dürrenmatt-Film, in dem Gerd Fröbe einen Kindermörder spielt. Sie nutzt den Film, um das psychologische Konzept des 'Triggers' zu erklären: Wie bei der Filmfigur, die nach Demütigungen durch seine Frau Straftaten begeht, handelt auch Uwe K. nach Frustrationserlebnissen und Zurückweisungen. Andreas Sentker ergänzt, dass es im Film eine herrische Ehefrau ist, die den Täter destabilisiert.
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