Buch

Erinnerungen einer Überflüssigen

Lena Christ

Lena Christ (1881-1920) war eine bayerische Schriftstellerin. Heute ist Lena Christ als bedeutende deutsche und bairische Autorin anerkannt. Mit Erinnerungen einer Überflüssigen, Die Rumplhanni und Matthias Bichler schuf sie drei bleibende Werke. Beeindruckend ist unter anderem die Verarbeitung ihrer eigenen Beobachtungen und Erlebnisse in ihren Büchern, die einen tiefen Einblick in das ärmliche Leben der Arbeiterklasse, der Dienstboten und der Landbevölkerung Anfang des 20. Jahrhunderts geben.

Erinnerungen einer Überflüssigen

Erwähnungen (4)

ZEIT Verbrechen
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:39:34
„Und sie selber hat über ihre Mutter geschrieben, geliebt hat mich meine Mutter nie, denn sie hat mich weder je geküsst noch mir irgendwelche Zärtlichkeiten erwiesen. Das hat sie in dieser unglaublichen Geschichte Erinnerungen einer Überflüssigen geschrieben, wo sie eben erzählt, wie sie misshandelt wird von ihrer Mutter, wie ihr Stiefvater nichts dagegen unternimmt, wie ihr niemand in ihrer Not hilft.“

Sabine Rückert dreht am Ende der Doppelfolge über Kindesmisshandlung die Perspektive um und schildert das Schicksal der bayerischen Schriftstellerin Lena Christ (1881–1920) als Opfer. Das autobiografische Werk ist für Rückert offensichtlich prägend – ihre Mutter hat ihr das Buch vorgelesen, sie kann es bis heute auswendig rezitieren. Rückert nutzt es, um zu zeigen, wie lebenslang Misshandlungstraumata wirken und dass Lena Christ ihre Kindheitserfahrungen literarisch verarbeitete, aber letztlich daran zerbrach.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:14:37
„Ich habe auch was mitgebracht. Und zwar lese ich zurzeit ein Buch von Lena Christ. Lena Christ ist eine bayerische Schriftstellerin und lebte Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts, ist also über 100 Jahre tot.“

Sabine Rückert liest aktuell ein Buch von Lena Christ und nutzt eine Passage daraus, um die Behandlung psychisch Kranker in bayerischen Klöstern Ende des 19. Jahrhunderts zu illustrieren. Sie liest eine längere Stelle über ein zwölfjähriges Mädchen namens Margret vor, das im Kloster eingesperrt, geschlagen und gequält wurde, weil es sich weigerte, religiöse Texte zu lesen — ein direkter Bezug zum Thema Besessenheit und Dämonenaustreibung.

ZEIT Verbrechen
🗣 Daniel Müller empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:01:36
„Meine Mutter hat mir damals in mehreren Vorlesen-Nachmittagen ein Buch vorgelesen, das sie unheimlich bewegt hat. Das hieß Die Erinnerungen einer Überflüssigen. Und der Titel ist ja schon der Hammer.“

Das Buch ist das zentrale Werk der gesamten Doppelfolge. Daniel Müller erzählt, wie seine Mutter ihm das stark autobiografische Buch von Lena Christ vorlas, in dem diese ihre Kindheit im Bayern der Jahrhundertwende schildert – mit brutaler Misshandlung durch die eigene Mutter, Kinderarbeit und Hunger. Aus dem Buch wird im Verlauf der Folge ausführlich zitiert, um das Ausmaß der Gewalt zu dokumentieren.

ZEIT Verbrechen
🗣 Andreas Sentker empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:00:42
„Wir haben, Sabine, über ein wahnsinniges Buch gesprochen, über die Erinnerung einer Überflüssigen von Lena Christ, in dem sie ihre Kindheit, ihre Jugend, ihr ganzes Leben schildert. Und wir sind ganz tief in diese entsetzlichen Ereignisse eingestiegen, die sie dabei berichtet, von ihrer Mutter misshandelt, gefoltert.“

Das autobiografische Buch von Lena Christ ist das zentrale Werk dieser Podcast-Folge. Sentker fasst zusammen, worum es in der ersten Folge ging: Lena Christs Schilderung ihrer traumatischen Kindheit und Jugend. In dieser zweiten Folge soll nun untersucht werden, was an ihren Erinnerungen stimmt und wie ihr Leben weiterging.

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