Epistulae morales ad Lucilium
Seneca
Die Briefe an Lucilius über Ethik sind das reifste und eingängigste Werk des großen römischen Philosophen Lucius Annaeus Seneca. Im allerbesten Sinne des Wortes populärphilosophisch, präsentieren sie sich dem Leser als kurze und kompakte Lebensratgeber. Jeder einzelne Brief ist voll der Weisheit, des lebenspraktischen Rates, der ermutigenden Worte und an den fruchtbarsten Stellen mit prägnanten Merksätzen, sogenannten Sentenzen, versehen. Dieser Band enthält das 6.
Erwähnungen (4)
„Das ist der siebte Brief Senecas an Lucilius, glaube ich. Und das Zitat ist cool, weil es geht nämlich um Konsum von Informationen. Nichts ist so verderblich, wie bei einem Schauspiel müßig dazusitzen, hat Seneca geschrieben, angesichts der Zirkusspiele.“
Als Rubin Ritter von seinem altsprachlichen Gymnasium erzählt, zitiert Jochen Wegner spontan auf Latein aus Senecas siebtem Brief an Lucilius. Er übersetzt das Zitat und ordnet es als erstaunlich aktuellen Kommentar über den passiven Konsum von Informationen ein – geschrieben angesichts der römischen Zirkusspiele.
„ich habe den halben Morgen damit verbracht, meinen durchgekrabbelten Seneca zu finden, die Epistole Morales“
Wegner erzählt, dass er sein persönliches Exemplar von Senecas Briefen gesucht hat, die für ihn bedeutend waren
„Ein kluger Mann, ein Zeitgenosse des frühen Christentums. In seinem Brief an den Lucilius schreibt er über philosophische Worte… also über philosophische neue Ideen, in der Art des Samens müssen sie ausgestreut werden. Denn dieser entfaltet, obwohl er klein ist, wenn er einen geeigneten Ort findet, seine Kräfte.“
Johanna Haberer zitiert ausführlich aus Senecas Briefen an Lucilius, um zu zeigen, dass die Saat-Metapher für die Verbreitung neuer Ideen kein exklusiv christliches Bild war, sondern auch in der römischen Philosophie als gängiges Bild verwendet wurde – Seneca als Zeitgenosse Jesu nutzte dasselbe Bild für philosophische Lehren.
„Es gibt von Seneca eine Stelle, wo er sich empört über die Tierkämpfe, Tiere gegen Menschen und Menschen gegen Menschen im Kolosseum. Aber nicht, weil das die Würde dieser Leute verletzen würde, sondern weil es auf die Zuschauer einen unangenehmen Eindruck machen würde.“
Im Gespräch über die historische Entstehung des Würdebegriffs zitiert Schirach eine Passage Senecas über die Gladiatorenkämpfe im Kolosseum. Er nutzt das Beispiel, um zu zeigen, dass die Antike noch keinen Würdebegriff kannte – Senecas Kritik richtete sich nicht gegen die Verletzung menschlicher Würde, sondern gegen die ästhetische Zumutung für die Zuschauer.
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