Entscheidung in Kiew
Karl Schlögel
Was macht die Ukraine aus? Erst mit der russischen Annexion der Krim entwickelte sich ein Bewusstsein für die Eigenständigkeit dieses Landes, das nach dem Willen der Aggressoren nun von der Landkarte verschwinden soll. Seit vielen Jahren ist Karl Schlögel in der Ukraine unterwegs, seine ukrainischen Lektionen von 2015 ergänzt er nun um einen großen Essay über den Krieg, der sich gegen die Idee der Freiheitlichkeit überhaupt richtet.
Erwähnungen (3)
„Ich habe in diesem Buch von Karl Schlögl, der am Sonntag bei Anne Will gesessen hat und anfing, man merkte, wie es in dem brodelte. Das ist ein Mann, der tolle Bücher geschrieben hat, speziell über die Ukraine und ich habe mir eins davon gekauft. Das stammt aus 2015, da beschreibt er genau das, dieses ganze Szenario, was wir da sehen.“
Markus Lanz erwähnt ein Buch des Osteuropa-Historikers Karl Schlögel aus dem Jahr 2015, das die Ukraine-Krise vorweggenommen habe. Er ist beeindruckt, dass Schlögel das aktuelle Szenario bereits Jahre zuvor beschrieben hat. Der genaue Titel wird nicht genannt, aber es handelt sich vermutlich um 'Entscheidung in Kiew' (2015).
„Ich lese gerade zum Beispiel sehr viel in dem Buch von Karl Schlögl, Entscheidungen in Kiew. Das ist ein phänomenal gutes Buch aus 2015, in dem er eigentlich schon genau das beschreibt, worum es geht.“
Markus Lanz liest ausführlich aus Karl Schlögels Buch von 2015 vor, um das Gespräch über den Ukraine-Krieg einzuleiten. Der vorgelesene Schlussabsatz beschreibt, wie Europa nach dem Jahrhundert der Extreme in eine trügerische Sicherheit verfiel – und wie die Geschichtszeit sich nun mit einem großen Knall zurückmeldet. Lanz nutzt das Zitat als Brücke zur Frage, welche Konsequenzen der Krieg für Deutschland und die Bundeswehr hat.
„Ich hatte am vergangenen Donnerstag eine beeindruckende Begegnung mit Karl Schlögl, den wir hier schon öfter zitiert haben, der Historiker, der 2015 dieses Buch gemacht hat über Kiew und die Situation in der Ukraine. Und wenn du das liest, das ist wirklich bis heute eine düstere Prophezeiung. Du hast das Gefühl, das Buch ist gestern geschrieben unter dem Eindruck dieses Angriffs.“
Lanz schildert eine Begegnung mit dem Historiker Karl Schlögel und empfiehlt dessen Buch von 2015 über Kiew als geradezu prophetisches Werk. Schlögel habe darin den russischen Angriff auf die Ukraine vorweggenommen und argumentiert, es gehe nicht um einzelne Quadratkilometer, sondern um den Versuch, den ganzen Kontinent umzugestalten. Lanz nutzt das Buch als Argument dafür, dass der Westen die Tragweite der Situation noch nicht begriffen habe.
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