Ein Fräulein stand am Meere
Heinrich Heine
Heinrich Heines klassisches Gedicht „Ein Fräulein stand am Meere" wird hier als ironischer Kontrapunkt zu einer sentimentalen Kafka-Anekdote verwendet. Precht zeigt, wie Heine durch eine absichtlich überlange letzte Zeile die rührselige Atmosphäre zerstört und dadurch wahre Kunstfertigkeit demonstriert. Das Gedicht illustriert die Spannung zwischen Sentimentalität und intellektueller Brillanz, die für die Diskussionskultur der Sendung charakteristisch ist.
Erwähnungen (1)
„Ein Fräulein stand am Meere und seufzte rang und bang. Es rührte sie so sehr der Sonnenuntergang. Mein Fräulein, seien Sie munter, es ist ein altes Stück. Hier vorne geht sie unter und von hinten kommt sie dann wieder zurück.“
Precht rezitiert das Heine-Gedicht zum Abschluss der Sendung als ironischen Kontrapunkt zu Lanz' rührseliger Kafka-Anekdote über das Mädchen mit der verlorenen Puppe. Er analysiert, wie Heine den letzten Satz absichtlich zu lang macht und damit die rührselige Atmosphäre zerstört – und nennt genau das 'Kunst'.
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