Ein fliehendes Pferd
Martin Walser
Martin Walsers Roman "Ein fliehendes Pferd" wird in einem kritischen Kontext behandelt, der die Eskalation des Konflikts zwischen dem Autor und dem einflussreichen Kritiker Marcel Reich-Ranicki beleuchtet. Der Artikel zeigt, wie Ranicki nach anfänglichem Verriss den Roman später bejubelte und dabei beanspruchte, durch seine harte Kritik erst Walsers künstlerisches Wachstum erzwungen zu haben – eine Deutung, die als Machtanmaßung kritisiert wird. Das Werk gilt als einer von Walsers besten Romanen und offenbart die Spannungen zwischen Autorschaft und Kritikermacht.
Erwähnungen (1)
„Dann hat aber Hanetzky sich bei fliehendem Pferd paradoxerweise was erlaubt, wo ich sage, das ist eigentlich die eigentliche, denn das ist wirklich eine Autorenbeleidigung und eine Anmaßungsgeste, dass er dann gesagt hat, fliehendes Pferd ist der beste Walser überhaupt.“
Thea Dorn schildert die Eskalation des Walser-Ranicki-Konflikts: Nach dem Verriss von 'Jenseits der Liebe' bejubelte Ranicki diesen Folgeroman – beanspruchte aber, Walsers Qualität durch seine harte Kritik erst erzwungen zu haben. Dorn nennt das eine 'Machtanmaßung' des Kritikers.
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