Buch

Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen

Hannah Arendt

Hannah Arendts klassisches Werk untersucht den Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann und prägt dabei das Konzept der "Banalität des Bösen" – die Idee, dass Grausamkeit nicht aus Böswilligkeit, sondern aus pflichtbewusster Bürokratie entsteht. Das Buch zeigt, wie Eichmann als Verwaltungsbeamter funktionierte und das moralische Grauen seiner Handlungen verdrängte. Arendts Analyse ist fundamental für das Verständnis von Enthumanisierung und institutionalisierter Verbrechen im 20. Jahrhundert.

Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen

Erwähnungen (6)

Alles gesagt?
🗣 Jana Hensel referenziert bei ⏱ 03:39:54
„Ist zum ersten Mal aufgekommen, als Hannah Arendt in der Betracht, als sie über den Eichmann-Prozess berichtete in Jerusalem in den 60er Jahren. Und in diesen Protokollen von dem Gerichtsprozess die Rolle der Judenräte thematisierte.“

Jana Hensel ordnet die Debatte um jüdischen Verrat historisch ein und verweist auf Hannah Arendts Bericht über den Eichmann-Prozess als ersten großen Moment, in dem die Rolle der Judenräte öffentlich thematisiert wurde — wofür Arendt massiv kritisiert wurde.

Alles gesagt?
🗣 Uli Wickert referenziert bei ⏱ 01:37:54
„Und als ich da war, hat Hannah Arendt, hatte die da gerade eine Gastprofessur, und hat ihr berühmtes Eichmann-Buch geschrieben.“

Wickert erzählt von seiner Studienzeit in Connecticut. Hannah Arendt hatte dort eine Gastprofessur und schrieb in dieser Zeit ihr berühmtes Buch über den Eichmann-Prozess. Es ist eine beiläufige Erwähnung im Rahmen seiner Erinnerungen an die Universitätszeit.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:08:11
„Ja, das ist die von Hannah Arendt sogenannte Banalität des Bösen. Das hat sie ja über Eichmann gesagt, der verantwortlich war für die Logistik der Entlösung.“

Precht greift Hannah Arendts berühmtes Konzept der 'Banalität des Bösen' auf, um zu erklären, wie Eichmann als Bürokrat funktionierte – pflichtbewusst und ordentlich, ohne sich das Grauen im Detail vorzustellen. Das Konzept dient ihm als Brücke zum Thema Verdrängung und Enthumanisierung.

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann referenziert bei ⏱ 00:38:35
„Das hat sie dann später bei Eichmann in Jerusalem 1963 auch gemacht, als sie eben auch den Prozess gegen Adolf Eichmann verfolgte“

Wird als Vergleich herangezogen, um Arendts kühlen analytischen Stil zu illustrieren, den man auch in den Palästina-Texten wiedererkennt.

Was liest du gerade?
🗣 Maja Beckers referenziert bei ⏱ 00:23:04
„Ja, das nennen sie in Anlehnung an Hannah Arendt die Banalität des Autoritarismus. Also der nicht mit lautem Pomp kommt, sondern einfach auch durch ein paar politische Karrieristen.“

Beckers erklärt den Begriff 'Banalität des Autoritarismus', den Levitsky und Ziblatt in Anlehnung an Hannah Arendts berühmtes Konzept der 'Banalität des Bösen' prägen. Damit beschreiben die Autoren, wie autoritäre Tendenzen nicht ideologisch, sondern durch opportunistische Karrieristen entstehen.

Was liest du gerade?
🗣 Alexander Cammann referenziert bei ⏱ 01:00:22
„denn sie war im flasspölerischen Sinne eine sehr streitlustige Frau und da war 1963 ihr berühmtestes Buch wahrscheinlich Eichmann in Jerusalem die Reportage vom Prozess gegen Adolf Eichmann“

Erwähnt als kontroversestes Werk Arendts, das zeitgleich mit 'Über die Revolution' erschien

Ähnliche Medien

Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
Buch 6× erwähnt

Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft

Hannah Arendt

Das Buch, das Hannah Arendt weltberühmt machte Unter dem Eindruck des Holocaust, der nationalsozialistischen Vernichtung des europäischen Judentums, hat Hannah Arendt mit »Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft« – zuerst 1951 in New York erschienen, in deutscher Übersetzung 1955 – zugleich eine Geschichte und eine Theorie des Totalitarismus geschrieben.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Vita activa oder Vom tätigen Leben
Buch 4× erwähnt

Vita activa oder Vom tätigen Leben

Hannah Arendt

WAS TUN, WENN WIR TÄTIG SIND? » Vita activa« im ursprüngliche Sinne meint Arbeiten, Herstellen und Handeln. Hannah Arendts umfassende Analyse gilt vor allem diesen drei Grundtätigkeiten. Sie untersucht darüber hinaus, wie sie sich im Laufe der Geschichte bis in die Neuzeit hinein zu verhalten haben. Hannah Arendts Auseinandersetzung mit dem Fetisch Arbeit und Konsum in der modernen Arbeitsgesellschaft im Zusammenhang mit dem Niedergang einer Kultur der politischen Öffentlichkeit bildet den Kern ...

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Amor Mundi
Buch

Amor Mundi

Hannah Arendt

Hannah Arendts 1929 als Dissertation veröffentlichte Schrift greift bereits grundlegende Figuren ihres Denkens auf: den Weltbegriff, das Dasein, die vita socialis, Verantwortung. Anhand des intersubjektiven Themas par excellence »Liebe« erörtert Arendt mit und gegen Augustinus die vielfältige »Doppeltheit« des Menschen zwischen Isolation und Gemeinschaft, Noch-nicht und Nicht-mehr, Gewohnheit und Bewusstsein.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Macht und Gewalt
Buch

Macht und Gewalt

Hannah Arendt

Macht und Gewalt ist eine Studie der politischen Theoretikerin Hannah Arendt, erstmals veröffentlicht unter dem Titel On Violence 1970 gleichzeitig in den USA und Großbritannien. Sie hatte im Sommer 1968 begonnen diesen Essay auszuarbeiten. Auch die deutsche Fassung erschien 1970. Es handelt sich um eine Auseinandersetzung mit damals aktuellen Texten und Praktiken der Studentenbewegung (bis einschließlich 1969), vor allem in Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und in den USA hinsichtlich ...

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books