Eher
Christian Kracht
Faserland ist der 1995 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienene Debütroman des 1966 geborenen Schweizer Schriftstellers Christian Kracht. Von der Kritik zunächst eher zurückhaltend aufgenommen, zählt der Roman heute zu den bekanntesten deutschsprachigen literarischen Texten der 1990er-Jahre. Laut Christian Kracht ist Faserland der erste Teil eines Triptychons, bestehend aus den Romanen Faserland, 1979 und Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten. Faserland wurde bislang (Stand: 2019...
Erwähnungen (1)
„Machen wir mal kurz hier einen Cut, weil wir wollen auch nicht das ganze Buch spoilern und erzählen. Wir müssen nur vielleicht einmal vorausgreifen, ja, entschuldigt bitte, da müssen wir ein bisschen, ja, es ist schon ein Spoiler, aber wir müssen weiter erzählen.“
Das Hauptbuch der Episode. Weisbrod und Mangold analysieren ausführlich Krachts neuen Roman, in dem der Protagonist Paul aus einer Noma-artigen Gegenwartswelt in eine Fantasy-artige andere Dimension gerät. Sie diskutieren die Raumsemantik, die Zivilisationskritik und die Vermischung von Lifestyle-Beobachtung mit fantastischem Erzählen.
Ähnliche Medien
Faserland
Christian Kracht
Ein junger Mann irrt durch die alte Bundesrepublik. Wir schreiben das Jahr 1995, und die Mauer ist gefallen, das interessiert den jungen Mann aber nicht. Von Nord nach Süd lässt er sich treiben, von Sylt zum Bodensee, dann weiter nach Zürich ans Grab von Thomas Mann. Betrunken ist er häufig, angewidert eigentlich ständig. Von den Menschen, dem Land, der Zeit. Geld hat er viel, Stil auch, nur Halt hat er keinen. Er versteht alles, sagt er, dann entgleitet ihm wieder alles.
Eurotrash
Christian Kracht
»I'll see you in twenty-five years.« Laura Palmer. »Also, ich musste wieder auf ein paar Tage nach Zürich. Es war ganz schrecklich. Aus Nervosität darüber hatte ich mich das gesamte verlängerte Wochenende über so unwohl gefühlt, dass ich unter starker Verstopfung litt. Dazu muss ich sagen, dass ich vor einem Vierteljahrhundert eine Geschichte geschrieben hatte, die ich aus irgendeinem Grund, der mir nun nicht mehr einfällt, ›Faserland‹ genannt hatte.
1979
Christian Kracht
Teheran 1979: Die Stadt liegt in einem schwer durchschaubaren Taumel, es ist der Vorabend der islamischen Revolution – des Aufstandes der Anhänger Ajatollah Khomeinis gegen den Schah und sein westliches Regime. Der Erzähler, ein junger deutscher Innenarchitekt, und sein hoch gebildeter, zynischer, gesundheitlich zerstörter Freund Christopher reisen zu der Musik von Devo und Blondie durch den Iran bis nach Teheran.
Imperium
Christian Kracht
Eine deutsche Südseeballade In »Imperium« erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans eines Melville, Joseph Conrad, Robert Louis Stevenson oder Jack London spielt. Die Welt wollte er retten, eine neue Religion stiften, gar ein eigenes Reich gründen – eine Utopie verwirklichen, die nicht nur ihn selbst, sondern die Menschheit erlöst, fernab der zerstörerischen europäische...