Drei Minuten Hass
Ursula März
Die Reportage analysiert zwei reale Fälle aus den Jahren 2001 und 2014, in denen alltägliche Situationen zwischen Männern in Hass und Aggression umschlugen. Der Artikel wirft kritische Fragen zu Hass-Meldestellen auf und hinterfragt, ob diese eher ein Klima der Denunziation fördern oder einen legitimen Schutz bieten. Im Kern geht es um die Spannung zwischen Selbstschutz und Überregulierung von menschlichem Konflikt.
Erwähnungen (2)
„Ihr habt ja vorhin schon einen Titel genannt, nämlich Drei Minuten Hass. So war auch der Titel der Reportage, die ich geschrieben habe vor vier Jahren. Und als ich sie schrieb, die eine Geschichte ist aus dem Jahr 2014, die eine andere schon von 2001.“
Ursula März stellt ihre eigene Reportage vor, die den beiden Fällen zugrunde liegt, über die in dieser Podcast-Folge gesprochen wird. Die Reportage handelt von zwei Begegnungen zwischen Männern, bei denen alltägliche Situationen in Hass und Aggression umschlagen. Sie erschien in der ZEIT.
„Und wir haben schon mal eine U-Bahn-Tat in Berlin gehabt, wo jemand den Eindruck hatte, er solle vor die U-Bahn gestoßen werden. Also das war auch eine irre Geschichte. Drei Minuten Hass hieß diese Geschichte.“
Im Gespräch über U-Bahn-Gewalttaten erinnert Anne Kunze an eine frühere Geschichte mit dem Titel 'Drei Minuten Hass', die ebenfalls eine U-Bahn-Tat in Berlin behandelte. Sie zieht den Vergleich zu dem aktuell besprochenen Fall Klaus Becker, um zu zeigen, dass solche Angriffe auf Bahnsteigen kein Einzelfall sind.
Ähnliche Medien
Fast schon kriminell
Ursula März
Oft ist es nur ein kleiner Moment, der den Alltag plötzlich aus dem Gleis springen lässt. Wie bei dem Sparkassenangestellten, der eines Freitagnachmittags einfach so mit 3,2 Millionen Mark davongeht. Ursula März erzählt Geschichten von großen und kleinen Verbrechen, von kaltblütigen Betrügern und ungeschickten Mördern. Es sind ungeheuerliche Geschichten über menschliche Ausnahmesituationen, inspiriert vom wahren Leben und zugleich von großer literarischer Kraft.
Gerichtsreportage über Alltagsgewalt und Bagatellkriminalität
Ursula März
Ursula März analysiert in ihrem Text die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlicher Stimmung und individuellem Verhalten anhand von Gerichtsfällen. Mittels eines Gedankenexperiments verlegt sie eine aggressive S-Bahn-Szene vom November 2014 in den Sommer der Fußball-WM, um zu demonstrieren, wie zeitgeschichtliche Kontexte menschliches Handeln prägen. Der Essay untersucht, wie kollektive emotionale Zustände aggressive Impulse beeinflussen und verstärken können.
Artikel über den Rotlicht-Kiez-Prozess in der Zeit
Ursula März
Ursula März berichtet 2016 als Gerichtsbeobachterin vom Prozess am Berliner Landgericht gegen Zuhälter und Menschenhändler aus dem Rotlicht-Milieu rund um die Potsdamer Straße. Die Potsdamer Straße gilt als eines der letzten verbliebenen Straßenstrich-Gebiete im Berliner Westen. Der Prozess beleuchtet die Strukturen organisierter Kriminalität im Sexgewerbe, die Lebensverhältnisse der betroffenen Frauen und die juristische Aufarbeitung vor Gericht. März, bekannt als Literaturkritikerin der ZEIT, schreibt hier als Reporterin über ein urbanes Milieu, das selten so nah beleuchtet wird.
Reportage über den Kurfürstenstraßen-Prozess
Ursula März
Ursula März beschreibt in diesem Artikel einen Zuhälterei-Prozess rund um die Kurfürstenstraße. Der Bericht porträtiert das Milieu durch die Aussagen verschiedener Zeugen, die das Ausmaß und die Verflechtungen der illegalen Aktivitäten im Kiez enthüllen.