Dracula
Bram Stoker
Das Original in überarbeiteter deutscher Fassung mit zahlreichen Anmerkungen. Als Jonathan Harker als junger Anwalt nach Transsilvanien reist, ahnt er nicht, dass seine Mission, einen englischen Anwaltshandel für einen exzentrischen Grafen zu regeln, ihn in einen Strudel aus Furcht und Faszination reißen wird. Die Reise führt ihn in abgelegene Dörfer voller Aberglaube und warnender Einwohner, bis hin zu einem Schloss, dessen Bewohner bei Tageslicht nie in Erscheinung treten.
Erwähnungen (4)
„Sie hat durch den Teppich, sie hat gewusst, wo sein Kopf ist, hat ihn wie bei einer Pfählung, also wie bei Dracula.“
Sabine Rückert greift beiläufig auf Dracula als kulturelle Referenz zurück, um die Tötung Siseras durch Jael zu veranschaulichen – der Zeltpflock durch die Schläfe erinnert sie an die klassische Pfählung aus der Vampir-Literatur.
„Aber trotzdem muss ich sagen, erinnert es mich ein bisschen auch an Dracula. Also so ein Sarg, so eine Kiste und wohin die kommt, bricht irgendwo die Pest aus und es sterben die Leute und dann wird sie schnell woanders hingewandert.“
Sabine Rückert zieht einen überraschenden Vergleich zwischen der wandernden Bundeslade und dem Dracula-Motiv: Eine geheimnisvolle Kiste, die von Ort zu Ort weitergereicht wird und überall Unheil und Tod bringt. Johanna kontert charmant, dass in der Lade Buchstaben seien und kein Vampir – aber das Gruselige der Erzählung wird damit greifbar.
„Dracula reist ja, das hatten wir auch schon mal, Dracula reist ja in seiner eigenen Erde, in der sogenannten Mutter Erde, die er mitnimmt in seinem Sarg. In dem Sarg, in dem er liegt tagsüber, der ist voller Erde und da liegt er oben drauf.“
Als Naaman Erde aus Israel mitnehmen will, um den Gott Israels gleichsam mitzunehmen, zieht Sabine Rückert eine überraschende literarische Parallele zu Dracula, der ebenfalls in seiner Heimaterde reist. Johanna Haberer lenkt schmunzelnd zurück zur biblischen Deutung, aber die Assoziation zeigt, wie tief das Motiv der heiligen Erde in der Literaturgeschichte verwurzelt ist.
„Wir haben Dracula von Bram Stoker. Wir haben Camilla von Sheridan Le Fanu. Und wir haben natürlich Mary Shelleys Frankenstein ganz am Anfang.“
Atwood zählt die wichtigsten Werke der englischsprachigen Gothic-Tradition auf und nennt Dracula neben Carmilla und Frankenstein als Schlüsselwerk. Sie zeichnet damit eine literarische Linie von der deutschen Romantik bis zur spätviktorianischen Horrorliteratur.
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