Die Welt als Wille und Vorstellung
Arthur Schopenhauer
Der Vorstellungswelt liegt der Wille zugrunde, den Schopenhauer als grundlosen Drang versteht. In diesen Formen also bestimmt der Wille alle Vorgänge der organischen und anorganischen Natur. Er objektiviert sich in der Erscheinungswelt als Wille zum Leben und zur Fortpflanzung. Diese Lehre vom »Primat des Willens« bildet die zentrale Idee der Schopenhauerschen Philosophie, sie hatte weitreichenden Einfluß und begründet die Aktualität von Schopenhauers Werk.
Erwähnungen (2)
„Ich kenne diesen berühmten Spruch von Schopenhauer, der berühmteste Pessimist der Philosophiegeschichte. Der gesagt hat, die schlimmste Vorstellung, die man sich überhaupt machen könnte, wäre, dass es nach dem Tode auch noch weiter geht.“
Precht zitiert Schopenhauer als Kontrapunkt: Selbst der berühmteste Pessimist der Philosophiegeschichte formulierte eine ironische Pointe – das Leben nach dem Tod als schlimmste Strafe. Precht nutzt das, um zu zeigen, dass auch Pessimisten paradoxerweise an ihrem Leben hängen.
„Schopenhauer sagt dann, die Naturwissenschaftler fragen sich, was ist in dem Haus los? Wo kriege ich was zu trinken? Wo ist die Toilette? Der Philosoph wacht auf der Party auf und sagt, was soll das? Was ist das hier? Und da habe ich gedacht, aha, das ist eine gute Frage.“
Gabriel erzählt ein Schlüsselerlebnis seiner Jugend: Auf einer Party las jemand eine Schopenhauer-Stelle vor, die den Unterschied zwischen Naturwissenschaft und Philosophie als Gleichnis beschreibt. Diese Passage war für Gabriel der Auslöser, Philosoph werden zu wollen. Das konkrete Werk wird nicht benannt, die Passage stammt vermutlich aus 'Die Welt als Wille und Vorstellung'.
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