Die Wahrheit über Eva – Die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern
Carel van Schaik, Kai Michel
Wer hat Angst vor der "Evalution"? So klug und engagiert heute über Diskriminierung debattiert wird, fällt auf, dass eine der wichtigsten Fragen ausgeklammert wird: Wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass Frauen um Gleichberechtigung kämpfen müssen? Zweitausend Jahre lang lieferte die Bibel die Antwort: Weil Eva eher der Schlange als Gott vertraute, müssen all ihre Nachfahrinnen den Männern untertan sein.
Erwähnungen (6)
„Die haben auch ein neues Buch geschrieben und das heißt Die Wahrheit über Eva. Und da geht es um Männer und Frauen auch und vor allem in der Bibel. Und da schreiben sie, um erfolgreich in der Savanne jagen zu können, waren einige psychologische Veränderungen beim Homo sapiens erforderlich.“
Sabine Rückert zitiert ausführlich aus diesem Buch, um Joabs bedingungslose Loyalität gegenüber David anthropologisch einzuordnen. Das Buch beschreibt 'Male Bonding' als evolutionäre Notwendigkeit für die Großwildjagd und den Kampf – enge Männerbündnisse mit homoerotischer Komponente, die Sabine Rückert direkt auf die David-Jonathan- und David-Joab-Beziehung bezieht.
„In dem Buch, die Wahrheit über Eva, aus dem wir ja auch hier begleitend mitlesen, auch von unseren altbewährten Autoren Karel van Schaik und Kyle Michel, habe ich eine wunderbare Passage gefunden, die über die Reproduktion geht.“
Wird als begleitendes Sachbuch zur Bibelanalyse herangezogen, hier zum Thema Reproduktion und das Bateman-Prinzip
„Ich lese ja hier parallel zu unserer Schrift hier, lese ich ja immer verschiedene Bücher, du ja auch. Und eines meiner Bücher ist ja das Tagebuch der Menschheit von Karel van Schaik und Kai Michel. Die haben aber ein zweites Buch geschrieben, die Wahrheit über Eva. Und das habe ich auch schon mal erwähnt, das wird auch jetzt ein weiteres Begleitbuch werden, weil es wirklich interessant ist und wirklich wissenswert.“
Sabine Rückert stellt das Buch als begleitende Lektüre zur Bibel-Diskussion vor. Sie liest daraus ausführlich vor, insbesondere Passagen über die evolutionäre Tiefe der Menschheitsgeschichte und das Patriarchat. Das Buch argumentiert, dass die letzten 5000 Jahre Männerdominanz nur einen Bruchteil der Menschheitsgeschichte ausmachen und die Vorstellung ewiger Männermacht ein Artefakt sei — passend zur gerade besprochenen Tamar-Geschichte.
„In unserem Begleitschreiben hier, die Wahrheit über Eva, da heißt es... In der patriarchalen Welt geht es um Besitz. Wie heißt es in den Zehn Geboten? Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus, du sollst nicht begehren deines nächsten Frau, Knecht, Markt, Rind, Esel, noch alles, was dein Nächster hat.“
Sabine Rückert liest ausführlich aus dem Begleitbuch zur Podcast-Reihe vor, um die patriarchale Logik hinter der Haremsübernahme durch Absalom einzuordnen. Das Buch liefert den kulturhistorischen Rahmen: Frauen als Eigentum, Ehe als Besitzerwerb, die wachsenden Harems altorientalischer Herrscher als Ausdruck männlicher Machtakkumulation. Mehrere lange Passagen werden wörtlich zitiert.
„und natürlich auch die Wahrheit über Eva. Unsere Freunde, die Autoren sind ja dieselben“
Sabine zitiert aus dem Buch eine Passage über die patriarchale Rollenverteilung von Frauen in der Bibel – Tochter, Mutter, Ehefrau, Jungfrau – am Beispiel der Abischag.
„Und sie schreiben dann in Die Wahrheit über Eva, Jungfrauen sind die Traumfrauen des Patriarchats. Die patriarchale Matrix ist für uns jene verkehrte Welt, in der von Männern geschaffene Regeln herrschen und Frauen nur ein bestimmtes Set an Rollen zur Verfügung steht.“
Aus dem zweiten Buch derselben Autoren wird eine Passage über die patriarchale Matrix zitiert, die Frauenrollen auf wenige Archetypen reduziert: Tochter, Mutter, Ehefrau, Geliebte, Sklavin, Femme Fatale oder Jungfrau. Die Stelle wird herangezogen, um die Rolle der Abishag als bloßes Objekt männlicher Machtdemonstration zu kontextualisieren.
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