Die Verwandlung
Franz Kafka
Die Verwandlung ist die längste von Kafkas Erzählungen. In dieser Ausgabe erweckt die Game-Artistin und Expertin für 3-D-Animation, Marlene Bucka, die Käferwelt von Gregor Samsa eindrucksvoll zum Leben. Die Geschichte handelt von Gregor Samsa, der sich über Nacht in ein Ungeziefer verwandelt, die es ihm immer schwerer macht, sich mit seinen Mitmenschen zu unterhalten. Selbst seine Familie hält ihn irgendwann nicht mehr aus.
Erwähnungen (7)
„I just found myself writing an inversion of Kafka's famous opening of Metamorphosis“
McEwan beschreibt, wie er die berühmte Eröffnung von Kafkas Verwandlung invertierte, um den Anfang von The Cockroach zu schreiben
„This winter, he published the novella The Cockroach, which is about, well, Ein Kuckuck, der am Morgen aufwacht und der neue britische Premierminister wird. Hallo Kafka und hallo zu Ian McEwan, willkommen zum Show.“
Christoph Amend verweist implizit auf Kafkas Verwandlung, als er McEwans Novelle The Cockroach beschreibt – das Motiv eines Wesens, das morgens in verwandelter Gestalt aufwacht, ist eine direkte literarische Anspielung auf Kafkas berühmte Erzählung.
„Der Käfer gibt mir gar nichts zum Beispiel. So fühle ich mich nie. Also ich kann das lesen und finde das auch gut, aber...“
Wegner grenzt sich von Kafkas 'Die Verwandlung' ab – im Gegensatz zu 'Vor dem Gesetz' kann er sich mit der Geschichte von Gregor Samsa nicht identifizieren. Er erkennt die literarische Qualität an, aber das Gefühl der Verwandlung in ein Ungeziefer spiegelt kein eigenes Lebensgefühl wider.
„Ich habe neulich über Kafka mal gelesen. Ich hatte mich so biografisch, also jeder kennt irgendwie die Verwandlung und den Prozess und so weiter. Aber was diese Leute biografisch zu bieten haben, das war mir auch nicht so ganz klar.“
Lanz erwähnt Kafkas Werke beiläufig als Vergleich zu Kants eintöniger Biografie. Er stellt fest, dass man zwar die berühmten Werke kennt, aber oft wenig über das tatsächliche Leben der Autoren weiß.
„Die Verwandlung ist ja der ewige Schulstoff. Und ich kann damit nichts anfangen. Also jemand wacht auf im Käfer, das ist auch eine Albtraumgeschichte, aber so eine platte Albtraumgeschichte. Und da hat er dann seine ganzen Nöte, dass er ja eigentlich für die Ernährung der Familie zuständig ist.“
Precht positioniert sich überraschend deutlich gegen Kafkas bekanntestes Werk und nennt es eine 'Kindergeschichte' und 'voll überschätzt'. Für ihn ist die Verwandlung kein Stück Weltliteratur, sondern verdanke ihren Platz in der Literaturgeschichte nur der ständigen Weitergabe als Schulstoff. Lanz hält dagegen und zitiert begeistert den Eröffnungssatz.
„Also ist der Mensch eigentlich dazu da, keine Würde zu haben? Ist er ein Wesen, was sich jederzeit in ein Insekt verwandeln kann? Da würde ich schon mal sagen, nein. Also das geht eigentlich nur bei Kafka.“
Iris Radisch spielt auf Kafkas Verwandlung an, als sie das Zitat aus Han Kangs Menschenwerk diskutiert. Die Idee, dass ein Mensch sich in ein Insekt verwandeln kann, assoziiert sie sofort mit Kafka – eine literarische Referenz als Kontrastfolie zur Frage nach der menschlichen Natur.
„Papi, eines der berühmtesten Bücher der Weltliteratur handelt davon, dass einer morgens aufwacht und er hat sich in einen Käfer verwandelt. Mein Vater hat mich so angeschaut und es war ganz klar, dass er nicht weiß, ob ich ihn verarsche oder nicht.“
Eva Menasse erzählt, wie sie ihrem Vater, der wenig von Literatur verstand, erklärte, dass ein Buch über jedes Thema handeln kann, wenn es gut geschrieben ist. Sie nutzt Kafkas 'Die Verwandlung' als Beispiel gegen die Haltung von Marcel Reich-Ranicki, Romane nach ihrem Thema zu beurteilen.
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