Die Schlafwandler
Christopher Clark
Das Standardwerk zum Ersten Weltkrieg Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. In seinem bahnbrechenden Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor (Preußen) zu einer anderen Einschätzung. Christopher Clark beschreibt minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen.
Erwähnungen (6)
„Ich muss immer wieder an die Schlafwandler denken. Christopher Clarke. Wo er beschreibt, wie wir so in diesen Ersten Weltkrieg damals reingestolpert sind. Und wo eigentlich keiner eine Vorstellung davon hatte, dass das wirklich passieren könnte.“
Markus Lanz zieht eine Parallele zwischen der aktuellen Eskalationsdynamik im Ukraine-Krieg und Christopher Clarks Analyse des Ersten Weltkriegs. Wie damals die europäischen Mächte scheinbar unbeabsichtigt in den Krieg schlitterten, sieht Lanz auch jetzt ein schrittweises Hineinrutschen in eine immer gefährlichere Konfrontation, ohne dass jemand das große Ganze im Blick hat.
„Da gibt es einen Australier, einen sehr, sehr guten Mann, Name fällt mir jetzt im Moment nicht ein, der das auseinandergesetzt hat. Also Sie als Zeitungsleute müssten das natürlich im Archiv haben. Sie meinen das Buch »Die Schlafwandler«? »Die Schlafwandler«, genau.“
Im Gespräch über sein Scheitern am Thema 'Wie entsteht Krieg?' verweist Maiwald auf ein Buch eines 'Australiers', das die Entstehung des Ersten Weltkriegs analysiert. Christoph Amend hilft mit dem Titel 'Die Schlafwandler' aus. Maiwald nutzt das Buch als Beleg dafür, wie Staaten sehenden Auges in eine Katastrophe stolperten, die keiner wollte.
„Ich habe neulich Christopher Clarke gelesen, den großartigen Historiker. Wir alle kennen dieses Buch, die Schlafwandler, wo er sozusagen sehr interessant und faszinierend beschreibt“
Lanz zitiert Clarks Perspektive, dass das heutige Europa eine der größten Errungenschaften der Menschheit sei, als Einstieg in die Diskussion über den Wert der EU
„Und für Christopher Clarke, der ja das berühmte große Buch Die Schlafwandler geschrieben hat, ist es eine irrige Annahme. Und insofern gilt Christopher Clarke, Schlafwandeln sind alle europäischen Mächte oder die Mächte im Concerto Grosso der europäischen Nation sind gemeinsam gewissermaßen in diesen Ersten Weltkrieg hineingetaumelt.“
Ijoma Mangold berichtet von einem Podcast-Gespräch mit dem Historiker Christopher Clark und ordnet dessen berühmtes Buch über die Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs ein. Clarks zentrale These: Nicht Deutschland allein trug die Schuld, sondern alle europäischen Mächte taumelten gemeinsam in den Krieg – was ihm sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland Kritik einbrachte.
„Und ich weiß, wir hatten Christopher Clarke vor ein paar Jahren schon in der Sendung, ein australischer Historiker, der dieses berühmte Schlafwandlerbuch geschrieben hat. Also die These, wie sozusagen ganz Europa schlafwandlerisch in den Ersten Weltkrieg reingestolpert ist, ohne wirklich zu kapieren, was man da eigentlich tut.“
Lanz verweist auf Christopher Clarks berühmtes Buch über den Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Parallele zur aktuellen politischen Lage. Die Schlafwandler-Metapher dient ihm als Bild dafür, wie politische Akteure in eine Krise hineinstolpern, ohne die Tragweite ihres Handelns zu begreifen.
„Mich erinnert das daran, wie in dem hervorragenden Buch von Christopher Clarke es beschrieben wurde, die Schlafwandler. Wir steigern uns von Tag zu Tag in immer größere Bedrohungsfantasien rein, fangen an diese Bedrohungsfantasien tatsächlich mit der Realität zu verwechseln.“
Precht zieht eine Parallele zwischen der aktuellen Aufrüstungsdebatte in Europa und der Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs. Er nutzt Clarks Buch als zentrale Metapher für seine These, dass sich Deutschland und Europa in einen Massenwahn hineinsteigern, bei dem Bedrohungsfantasien zunehmend mit der Realität verwechselt werden. Er greift die Schlafwandler-Metapher im Gespräch später noch einmal auf.
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