Die Neuerfindung der Diktatur
Kai Strittmatter
China ist Boomland, längst einer der Motoren der Weltwirtschaft. Innenpolitisch blieb das Land dabei immer autoritär, außenpolitisch zurückhaltend. Doch unter Xi Jinping, dem mächtigsten Staats- und Parteichef seit Mao, erfindet sich der autoritäre Staat neu, in offener Konkurrenz zum Westen. China marschiert nun selbstbewusst in die Welt, gleichzeitig gewährt sich sein System ein Update mit den Instrumenten des 21. Jahrhunderts.
Erwähnungen (1)
„Ich habe mit Kai Strittmatter ein sehr gutes Buch, ich weiß nicht, ob du das kennst, die Neuerfindung der Diktatur. Ein Kollege von der Süddeutschen, der lange China-Korrespondent war, der feiert Annalena Baerbock. Und sagt, höchste Zeit, dass einer mal klar redet, weil das tun die Chinesen ihrerseits auch.“
Im Kontext der Debatte über Baerbocks konfrontativen Auftritt gegenüber China bringt Lanz das Buch als Gegenposition zu Prechts Kritik ein. Strittmatter, langjähriger China-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, verteidigt darin und öffentlich Baerbocks klare Sprache gegenüber Peking — die Chinesen könnten das ab und wüssten dann, woran sie seien. Lanz nutzt das Buch, um zu zeigen, dass es unter China-Kennern durchaus eine andere Einschätzung gibt als Prechts Plädoyer für diplomatische Zurückhaltung.
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