Buch

Die Brüder Karamasow

Fjodor Dostojewski

Der Großinquisitor ist das fünfte Kapitel des fünften Buches aus dem Roman Die Brüder Karamasow von Fjodor Dostojewski, das auch separat unter demselben Titel veröffentlicht worden ist. Zur Inhalt: Die Brüder Iwan und Aljoscha Karamasow treffen sich in einem Gasthaus. Der jüngere Aljoscha ist ein tief gläubiger Mönch, während Iwan ein atheistischer Intellektueller ist. Er erzählt die Binnenerzählung über den Großinquisitor. Diese handelt davon, dass Jesus Christus im Sevilla des 16.

Die Brüder Karamasow

Erwähnungen (5)

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:09:26
„Also ich habe mit 18, als ich Dostoevsky gelesen habe, diesen wunderschönen Satz gefunden. Der Mensch braucht das Übersinnliche, genauso wie diesen kleinen Planeten, den er bewohnt. Und der hat damals auch meinen Nerv getroffen.“

Precht spricht über die Bedeutung von Spiritualität und zitiert einen Satz, den er als 18-Jähriger bei Dostojewski gefunden hat. Das Zitat stammt vermutlich aus Die Brüder Karamasow und unterstreicht Prechts Argument, dass das Bedürfnis nach dem Übersinnlichen zum Menschsein gehört.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:48:30
„Warum bist du gekommen, uns zu stören? Ja, das ist ja fantastisch. Das ist eine fantastische Passage. Der Dostoevsky, was für ein verrückter Typ.“

Johanna Haberer kommentiert begeistert eine offenbar vorgelesene Passage aus Dostojewskis Großinquisitor-Kapitel als Beispiel für mystischen und institutionenkritischen Zugang

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:01:12
„Und die habe ich das erste Mal gelesen, da war ich 18. Da habe ich die Brüder Karamasoff versucht zu lesen. Dostoyevsky. Und wenn man das Buch liest, dann ist man konfrontiert mit tausenden von Namen und die haben im Russischen auch immer noch Koseformen und das ist ein ziemlicher Kampf.“

Precht erzählt seine Lieblingsweihnachtsgeschichte und greift dafür auf Dostojewskis Roman zurück. Er beschreibt ausführlich das Kapitel vom Großinquisitor, in dem der Atheist Ivan seinem Bruder Aljoscha eine Parabel über die Wiederkehr Jesu zur Zeit der spanischen Inquisition erzählt. Für Precht ist diese Geschichte deshalb so stark, weil sie realistisch zeigt, dass die institutionalisierte Kirche Jesus als Störfaktor beseitigen würde.

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:40:56
„Hat diese Begegnung der erstarrten Kirche mit der Erfahrung Gottes in einer ganz berühmten Parabel beschrieben, die heißt der Großinquisitor aus den Brüdern Karamasos.“

Johanna Haberer bringt Dostojewskis Großinquisitor-Parabel aus den Brüdern Karamasow als Beispiel für den Konflikt zwischen mystischer Gotteserfahrung und erstarrter kirchlicher Institution. Die Passage wird anschließend ausführlich vorgelesen: Jesus kehrt nach 1500 Jahren nach Sevilla zurück, vollbringt Wunder, wird aber vom Großinquisitor verhaftet und zum Tode verurteilt.

Alles gesagt?
🗣 Thomas Ostermeier zitiert daraus bei ⏱ 05:56:32
„Wie heißt es, Bruder Karamasoff? Sehnsüchtig guckt der, der ich bin, auf den, der ich sein könnte. Das stimmt für mich.“

Ostermeier zitiert aus Dostojewskis Roman, um seine eigene innere Sehnsucht nach persönlicher Weiterentwicklung zu beschreiben. Er spricht darüber, dass die eigentliche Arbeit im Theater nicht die Kunst selbst sei, sondern die Arbeit an sich selbst — und das Zitat drückt genau diese Spannung zwischen Ist und Soll aus.

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