Die Bremer Stadtmusikanten
Brüder Grimm
“Was siehst du, Grauschimmel?” fragte der Hahn. “Was ich sehe?” antwortete der Esel, “einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und Räuber sitzen daran und lassen’s sich wohl sein.” - “Das wäre was für uns,” sprach der Hahn. “Ja, ja, ach, wären wir da!” sagte der Esel. Da ratschlagten die Tiere, wie sie es anfangen müßten, um die Räuber hinauszujagen und fanden endlich ein Mittel.
Erwähnungen (7)
„Also ein bisschen so wie bei den Bremer Stadtmusikanten. Etwas Besseres als den Tod finden wir alle mal.“
Johanna Haberer vergleicht die vier Aussätzigen, die nichts zu verlieren haben und ins feindliche Lager gehen, mit den Bremer Stadtmusikanten und deren bekanntem Motto.
„Kommt, wir gehen hinüber ins Lager der Aramea. Wenn sie uns dort am Leben lassen, bleiben wir am Leben. Wenn sie uns töten, dann sterben wir auch. Also ein bisschen so wie bei den Bremer Stadtmusikanten.“
Als vier Aussätzige vor den Toren Samarias beschließen, ins feindliche Lager zu gehen, weil sie ohnehin nichts zu verlieren haben, zieht Sabine Rückert den Vergleich zu den Bremer Stadtmusikanten. Johanna Haberer ergänzt sofort das passende Zitat: 'Etwas Besseres als den Tod finden wir alle mal.' Beide erkennen dasselbe Erzählmotiv – Ausgestoßene, die aus Verzweiflung aufbrechen und dabei unverhofftes Glück finden.
„Und dass man dann denkt, wie die Bremer Stadtmusikanten, etwas Besseres findet man überall in der Welt.“
Precht nutzt das Märchen der Bremer Stadtmusikanten als Metapher dafür, dass junge Menschen aus kleinen Städten glauben, anderswo sei es besser, und deswegen in die Ferne ziehen wollen.
„Weil sie sich gedacht haben, etwas Besseres als den Tod finden wir überall. Finde ich übrigens einen schönen Satz, also finde ich irgendwie die Bremer Stadtmusikanten, etwas Besseres als den Tod finden wir überall. So ein schöner Satz, wenn man mal ganz unten ist.“
Jan Böhmermann zitiert den Schlüsselsatz aus dem Märchen der Bremer Stadtmusikanten und reflektiert darüber, wie passend es ist, dass ausgerechnet dieses Märchen mit seiner Heimatstadt Bremen assoziiert wird – mit seiner tröstlich-resignierten Botschaft.
„Und damit sind alle erdenklichen Wege erst in den Köpfen und dann in der Realität geöffnet worden, wie Menschen sich auf die Socken machen können, um irgendwo dahin zu gehen, wo sie, wie die Bremer Stadtmusikanten, ein besseres Leben erwartet.“
Richard David Precht spricht über die Folgen der Globalisierung und der digitalen Kommunikation für Migration. Er vergleicht die Hoffnung von Migranten auf ein besseres Leben in wohlhabenderen Ländern mit dem Märchen der Bremer Stadtmusikanten, die ebenfalls aufbrechen, um anderswo ein besseres Leben zu finden.
„Das ist schlicht die Hoffnung auf ein besseres Leben. Also Bremer Stadtmusik. Wenn du so willst.“
Lanz nutzt das Grimm-Märchen als Metapher für die Motivation senegalesischer Migranten: Etwas Besseres als den Tod findest du überall – genau wie die Tiere im Märchen, die vor ihrer ausweglosen Lage fliehen.
„Ich find den Satz, etwas Besseres als den Tod findet man überall. Das sagt ja der Esel zum Hahn bei den Bremer Stadtmusikanten.“
Jan Böhmermann zitiert den berühmten Satz aus den Bremer Stadtmusikanten, um seine These zu unterstreichen, dass Bremen als offene Stadt mit dem höchsten Migrationsanteil Deutschlands es schaffen müsste, die Stadtgesellschaft besser zusammenzubringen.
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