Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten
Sigmund Freud
Freuds klassisches Zitat zur menschlichen Natur dient als kritische Gegenposition zur modernen Glücks- und Heilungskultur. Der Artikel zeigt Freuds nüchterne Sicht auf Psychoanalyse: nicht als Glücksversprechen, sondern als Möglichkeit, destruktive Leidenszustände in alltägliche Schwierigkeiten umzuwandeln. Dies offenbart den fundamentalen Unterschied zwischen therapeutischen Erwartungen gestern und heute.
Erwähnungen (1)
„Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten. So, bam. Genau, also Freud war natürlich nie ein Eudaimonie-Lehrer.“
Das Freud-Zitat wird per Siri vorgelesen und dient als Gegenpol zur modernen Heilungs- und Glückskultur. Mangold nutzt es, um Freuds nüchterne Haltung zu betonen: Psychoanalyse versprach nie Glückseligkeit, sondern bestenfalls die Verwandlung von hysterischem Elend in gemeines Unglück.
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