Deutschland und die Deutschen
Thomas Mann
Thomas Manns Rede von 1945 analysiert die Ambivalenz deutscher Charakterzüge: wie das Beste durch „Teufelsliste" in sein Gegenteil verkehrt wird. Thea Dorn nutzt diese Einsicht, um Naturliebe, Ordnungswahn und ihre gefährlichen Kipppunkte zu erklären. Die Ansprache ist zentral für das Verständnis deutscher Kulturgeschichte und ihrer ideologischen Missbrauchbarkeit im 20. Jahrhundert.
Erwähnungen (2)
„Also da, finde ich, war der musikalisch feinste und analytisch klügste gleichzeitig Thomas Mann, der das sehr, sehr gut beschrieben hat. Also in seiner berühmten Rede, die er 1945 gehalten hat in der Library of Congress, da war er schon amerikanischer Staatsbürger.“
Thea Dorn zieht Thomas Manns berühmte Rede von 1945 heran, um die Ambivalenz deutscher Kulturzüge zu erklären. Mann beschreibt darin, wie dem Deutschen das Beste durch 'Teufelsliste' in sein Gegenteil umschlägt – ein Gedanke, den Dorn auf die Diskussion über Naturliebe, Ordnungswahn und deren gefährliche Kippmomente anwendet.
„Kann ich auch heute nur noch empfehlen, immer wieder empfehlen, die Rede von Thomas Mann 1945 in der Library of Congress in Washington. Deutschland und die Deutschen. Was steckt in Deutschland?“
Baum empfiehlt ausdrücklich Thomas Manns berühmte Rede von 1945 in der Library of Congress, in der Mann analysiert, was in den Deutschen steckt. Für Baum war diese Rede ein Schlüsseltext bei der Aufarbeitung der deutschen Schuldfrage, inspiriert durch seinen Mentor Adolf Grote.
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