Der zerbrochne Krug
Heinrich von Kleist
Klassisches deutsches Lustspiel von Heinrich von Kleist über einen korrupten Dorfrichter und den Diebstahl seines Krugs. Die Aufführung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen prägte die Schulbesuche des Podcast-Gastgebers und zeigte ihm die Herausforderung, ein unaufmerksames Publikum zur Mitarbeit auf der Bühne zu bewegen – ein Moment, der seinen späteren Wunsch nach direkter Publikumsinteraktion inspirierte.
Erwähnungen (4)
„Vielleicht hat Heinrich von Kleist mit seinem zerbrochenen Krug doch irgendwie den faulen und versoffenen Richter auf die Bühne gebracht und damit ein nachhaltiges Bild erzeugt. Ich weiß es nicht.“
Im Gespräch über das Klischee des faulen Richters zieht Andreas Sentker eine literarische Parallele zu Kleists Lustspiel und dem Richter Adam als Archetyp des korrupten, faulen Richters. Sabine Rückert ergänzt den Namen der Figur – Richter Adam, ‚so wie der erste Mensch'.
„Aber woran auch die Komik mich erinnert, ist natürlich der zerbrochene Krug. Der zerbrochene Krug ist das. Der Richter Adam. Natürlich. Der ist selber, der klagt an. Ist aber selber der Schuldige und fängt dann an rumzulavieren.“
Johanna Haberer zieht eine literarische Parallele zwischen der Daniel-Susanna-Geschichte und Kleists Komödie 'Der zerbrochne Krug'. Das Motiv des Richters, der sich durch seine eigene Verhandlung selbst entlarvt, verbindet beide Werke. Die Komik der biblischen Szene – zwei Richter, die sich gegenseitig widersprechen – erinnert sie an Richter Adam.
„Er hatte kaum für längere Zeit einen Wohnsitz. Er war ein wahnsinniger Reisender. Weil er Propagandatexte in dieser Zeit geschrieben hat, die deutlich schlechter sind als sein wirklich brillantes und großes Werk. Mit Erzählungen oder den zerbrochenen Krug oder was wir alles kennen, Michael Kohlhaas.“
Der Sprecher kontrastiert Kleists Propagandatexte aus der antinapoleonischen Zeit mit seinem eigentlichen literarischen Hauptwerk. 'Der zerbrochne Krug' wird als Beispiel für Kleists brillante Literatur genannt, die deutlich über seinen politischen Gelegenheitsschriften steht.
„Wir wurden als Schüler damals in der Ruhrfestspiele Stadt Recklinghausen immer gezwungen, in die Ruhrfestspiele zu gehen. Das Schauspielhaus Bochum war nicht weit, dann gab es dann Kleist, der zerbrochene Krug, Herr Puntila und sein Knecht Matti.“
Kerkeling erinnert sich an Schulbesuche bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen, wo Klassiker aufgeführt wurden. Ihn störte damals, dass die Schauspieler nicht mit dem unaufmerksamen Schülerpublikum interagieren konnten – daraus entstand sein Wunsch nach direkter Publikumsinteraktion auf der Bühne.
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