Der Wohlstand der Nationen
Adam Smith
Der Wohlstand der Nationen (vollständiger englischer Titel: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations) ist das am 9. März 1776 erschienene Hauptwerk des schottischen Ökonomen Adam Smith. Es entstand als Kontrapunkt zum bis dahin wirtschaftspolitisch vorherrschenden Merkantilismus, wie er von den damaligen europäischen Großmächten praktiziert wurde.
Erwähnungen (5)
„Müssen wir doch Märkte reparieren. Und überhaupt wieder so etwas, was Adam Smith ja vor Augen hatte, viele Anbieter, viele Abnehmer, damit überhaupt so diese auch Hayek'sche Katalaxie, dieses sich gegenseitig pendeln, auspendeln, viele Entscheidungen kommen so in Richtung eines einigermaßen Gleichgewichts.“
Göpel dreht das übliche Freimarkt-Argument um: Statt staatliche Eingriffe abzulehnen, argumentiert sie, dass Adam Smiths Ideal — viele Anbieter, viele Abnehmer — durch Monopole und Konzernmacht längst zerstört sei. Marktregulierung sei daher keine Störung, sondern eine Wiederherstellung dessen, was Smith eigentlich im Sinn hatte.
„Und so erklärt Adam Smith den Kapitalismus. Jeder denkt an sich und nachher ist für alle an alle gedacht. Und es ist eine Auseinandersetzung Goethes mit Adam Smiths Wohlstand der Nationen.“
Im Kontext seiner Faust-Interpretation erklärt Precht, dass Goethes Mephisto als personifiziertes Geld gelesen werden kann – 'die Kraft, die Böses will und Gutes schafft'. Das sei eine literarische Auseinandersetzung mit Adam Smiths ökonomischer Grundthese aus dem Wohlstand der Nationen, wonach individuelles Eigeninteresse letztlich dem Allgemeinwohl dient.
„Er schreibt das bedeutendste Werk der Ökonomie vor Karl Marx. Der Wohlstand der Nationen. Und da versucht er zu erklären, inwiefern freie Märkte sehr, sehr viel besser sind als geregelte und geschützte Märkte.“
Im Rahmen der wirtschaftshistorischen Einordnung der Schuldendebatte erklärt Precht Adam Smiths Rolle als Moralphilosoph, der das bedeutendste ökonomische Werk vor Marx verfasste. Smith wird als Vorkämpfer für freie Märkte eingeordnet, dessen Ideen zunächst eine positive Entwicklung anstießen, bevor die Weltwirtschaftskrise das Paradigma erschütterte.
„Adam Smith von Hause aus Moralphilosoph. Dieses Buch über den Wohlstand der Nationen geschrieben hat und dafür den Freihandel plädiert hat. Und David Ricardo, der quasi die Grundlagen der klassischen Nationalökonomie geschaffen hat.“
Precht zeichnet die Ideengeschichte des Freihandels nach und erklärt, warum sich dieser historisch gegen den Merkantilismus durchsetzte. Adam Smiths Hauptwerk wird als Grundstein des Freihandelsgedankens genannt, der aus der wirtschaftlichen Überlegenheit Englands nach der Industrialisierung heraus entstand.
„Und das ist schon eine alte Weisheit von Adam Smith, dem ersten großen Theoretiker des Kapitalismus, von Hause aus Moralphilosoph, dass er gesagt hat, kein Unternehmer liebt den freien Wettbewerb, sondern nur seine starke Stellung darin.“
Precht zitiert Adam Smith im Kontext der Tech-Monopole von Meta, Google und Co. Er nutzt Smiths Einsicht – dass Unternehmer nicht den Wettbewerb, sondern ihre Dominanz darin lieben – um zu erklären, warum staatliche Kartellpolitik gerade in der Digitalwirtschaft so dringend nötig, aber schwer umsetzbar ist.
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