Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten
Sigmund Freud
Freud legt mit seiner Untersuchung ein Schlüsselwerk der Psychoanalyse und Witzforschung vor, das bis heute diskutiert wird. Die "Witzarbeit", so Freud, bediene sich in einer Abweichung vom normalen Denken, der Verschiebung und des Widersinns. Witze erlauben es nach Freud, in den Zustand der Kindheit zurückzukehren, in welchem die Zwänge der Realität geringer waren. Deshalb seien Kinder auch weniger zu Scherzen imstande. Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)
Erwähnungen (1)
„Da gibt es von Freud so eine Schrift, der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten oder sowas. Und da geht es auch darum, dass das Lachen oft eine, angeblich, man nimmt eine Abkürzung und spart sich Denkstress und das löst sich in Lachen.“
Marc-Uwe Kling erklärt, warum ein Zitatwitz über die alte Batman-Serie beim Publikum nicht funktioniert hat. Er zieht Freuds Schrift heran, um zu erklären, dass Witze oft durch kognitive Abkürzungen funktionieren – wenn das geteilte Wissen fehlt, verpufft der Witz.
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